Umzug des BGM Düsseldorf: „Eine wichtige Zukunftsweiche“

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Beim Notar wurde der Erbbaurechtsvertrag vom Vorstand des Blumengroßmarkts Düsseldorf und der städtischen Immobilientochter IDR AG besiegelt. Foto: BGM

Der Blumengroßmarkt (BGM) Düsseldorf bleibt auch in Zukunft als zentral gelegene Vermarktungs- und Einkaufsstätte in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt erhalten – jedoch mit neuem Standort. Laut BGM wird eine bestehende Halle auf dem Gelände an der Ulmenstraße übernommen, die 2023 auf den neuesten Stand der Technik gebracht und um Neubauten erweitert werden soll.

Erbbaurechtsvertrag für neues Areal unterzeichnet

Über 40 regional orientierte Zierpflanzenerzeuger und Großhändler bieten dem BGM zufolge gegenwärtig ihre Produkte auf dem Blumengroßmarkt Düsseldorf an, und auch in Zukunft sollen auf dem traditionsreichen Großmarktgelände an der Ulmenstraße Schnittblumen, Zierpflanzen, Baumschulwaren sowie Bedarfs- und Dekoartikel gehandelt werden – also „all die Produkte, die der Blumen- und Pflanzeneinzelhandel von einem Vollsortimenter der Grünen Branche erwartet“, wie der BGM erklärt. Dazu wird der Blumengroßmarkt Düsseldorf eine neue Halle auf dem Gelände beziehen. Der entsprechende Erbbaurechtsvertrag für ein insgesamt 16.160 Quadratmeter großes Areal wurde demnach am 25. November vom Vorstand des BGM Düsseldorf und der städtischen Immobilientochter IDR AG, vertreten durch Vorstandsmitglied Ekkehard Vinçon und Prokurist Ulrich Werthebach, unterschrieben und notariell beurkundet.

Umstrukturierung des Düsseldorfer Großmarktgeländes

Vor Vertragsabschluss hätte sich eine laut BGM „überwältigende Mehrheit der Mitglieder“ auf der letzten Generalversammlung der Genossenschaft Blumengroßmarkt Düsseldorf eG für das Projekt ausgesprochen, das Teil einer umfassenden Umstrukturierung des Großmarktgeländes in der NRW-Landeshauptstadt ist. So soll auf dem jetzigen Gelände des Blumengroßmarkts ein neuer Cash & Carry Markt der Metro AG entstehen, während auf dem dann freigewordenen Gelände der Metro AG der „Metro-Campus“ mit einer großen Anzahl von Wohneinheiten entstehen soll. „Diesem für Düsseldorf städtebaulich wichtigem Projekt wollten wir uns selbstverständlich nicht in den Weg stellen“, so BGM-Geschäftsführer Jörg Breitenfeld. „Es freut uns natürlich sehr, dass es gelungen ist, mit der städtischen Immobilientochter IDR AG und allen beteiligten Partnern eine mehr als zufriedenstellende Lösung zu finden“.

Teil dieser Lösung ist, dass der Blumengroßmarkt Düsseldorf in eine andere, bereits auf dem Gelände bestehende Halle umziehen wird. Diese soll 2023 in einer voraussichtlich neunmonatigen Bauzeit auf den neuesten Stand der Technik gebracht und um Neubauten erweitert werden, wie der BGM erklärt. Geplant ist demnach eine Hallenfläche von rund 7.500 Quadratmetern plus Außenflächen für die Vermarktung sowie ausreichend Lade- und Parkplätzen. Der Umzug selbst sei bis Mitte 2024 geplant.

Investitionen im mittleren einstelligen Millionenbereich

Für den Um- und Neubau sind Breitenfeld zufolge Investitionen im mittleren einstelligen Millionenbereich vorgesehen, die – abgesehen von Fördergeldern der EU – von der Blumengroßmarkt Düsseldorf eG finanziert werden. „Das ist in der heutigen Zeit ein mutiger Schritt, der den festen Glauben der Genossenschaftsmitglieder an eine erfolgreiche Zukunft unseres Blumengroßmarkts dokumentiert“, so Breitenfeld.

„Gärtnerische Unternehmen sind innovativ und haben eine hohe Investitionsbereitschaft, um sich für die Zukunft gut aufzustellen“, ergänzt dazu die Präsidentin des Landesverbands Gartenbau Nordrhein-Westfalen, Eva-Kähler Theuerkauf. Dass der Blumengroßmarkt in Düsseldorf als Vermarktungsportal erhalten bleibe, als Verbindung von Tradition und Moderne, sei speziell für den „gärtnerischen Hotspot am Niederrhein eine wichtige Zukunftsweiche“.

 

So soll der neue Blumengroßmarkt Düsseldorf nach dem Umzug auf das künftige Areal aussehen. Zeichnung: BGM

 

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