Veiling Rhein-Maas: Entwicklungen für 2023 kaum vorhersehbar

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

2022 wurde unter anderem das Foyer von Veiling Rhein-Maas in Straelen-Herongen neugestaltet, außerdem wurde dem Vermarkter zufolge im Juni das Kundenportal als zusätzlicher Service erfolgreich gelauncht. Foto: Veiling Rhein-Maas

Veiling Rhein-Maas hat Bilanz zum zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 gezogen, das nach Aussage des Vermarkters mit einem guten Produktumsatz von 411 Millionen Euro abgeschlossen werden konnte. Einige Fragezeichen gebe es dagegen, was die Entwicklungen für 2023 angeht. Dem kommenden Frühjahr blickt das Unternehmen dennoch optimistisch entgegen.

Vermarktung 2022 vom Wetter beeinflusst

Wie Veiling Rhein-Maas (VRM) berichtet, war die Vermarktung im Jahr 2022 spürbar vom Wetter beeinflusst. Bei den Topfpflanzen zum Beispiel seien während der Hitzeperiode im vergangenen Juni und Juli manche Produkte wie Petunien, Lavendel und Containerstauden aufgrund von Qualitätseinbußen deutlich weniger angeliefert worden. In diesem Bereich habe sich die Situation allerdings in der zweiten Jahreshälfte verbessert, sodass der Vermarkter nach eigenen Angaben eine gute Callunen-Saison und einen zufriedenstellenden Verkauf von Weihnachtssternen verzeichnen konnte. Bei Letzteren seien insbesondere Minis und Midis bei stabilem Preisniveau gut nachgefragt worden.

Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft 2022 berichtet Veiling Rhein-Maas, dass sowohl die kühlen Temperaturen Anfang bis Mitte Dezember als auch die Inflation darauf Einfluss hatten – laut VRM war die Nachfrage während dieser Zeit etwas geringer als im Vorjahr. Den höchsten Umsatz in der Weihnachtszeit habe die Versteigerung in Kalenderwoche 47, der sogenannten „grünen Woche“ vor dem ersten Advent erzielt. Beliebt bei den Schnittblumen waren laut VRM insbesondere Gerbera, Euphorbia fulgens und exklusive Produkte, während Amaryllis und Rosen im Vergleich zum Vorjahr weniger nachgefragt wurden. Bei Topfpflanzen waren VRM zufolge Euphorbien, Orchideen, weihnachtlich geschmückte Pflanzschalen und Arrangements gefragte Produkte bei den Kunden.

Über das Jahr gesehen sei der Verkauf von Schnittblumen stabil verlaufen, auch den Abverkauf bei den Kunden bezeichnet der Vermarkter als gut. Der kumulierte Umsatz lag demnach über der Planung, während die Mengen etwas unter denen des Vorjahres lagen, was das Unternehmen insbesondere auf die Energiesituation, den heißen, trockenen Sommer und den Kälteeinbruch Anfang Dezember zurückführt. Beispielsweise hätten die heißen Sommertemperaturen Einfluss auf die Vermarktung von Pfingstrosen gehabt und die Kälteperiode im Dezember auf den Verkauf von Amaryllis. Ein insgesamt positives Jahr bei Schnittblumen mit einer Menge über Plan habe auch der Klokservice erlebt.

Physische Uhr bleibt wichtigster Vermarktungskanal

Insgesamt wurde bei Veiling Rhein-Maas im vergangenen Jahr ein Produktumsatz von 411 Millionen Euro erzielt, den der Vermarkter vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation als gut bezeichnet. Wichtigster Vermarktungskanal sei auch 2022 die physische Uhr gewesen, wobei sich die digitalen Vermarktungskanäle bei den Kunden des Marktplatzes einer weiter steigenden Beliebtheit erfreut hätten. Der Anteil des Fernkaufumsatzes am Uhrumsatz der Versteigerung lag 2022 laut VRM bei etwa 41 Prozent, was erneut einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Zudem wurde der Webshop verstärkt von den Kunden und Anlieferern genutzt, und der Uhrvorverkauf bleibe ein beliebter Einkaufskanal der Kunden, berichtet Veiling Rhein-Maas.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023

Wie sich das noch junge Geschäftsjahr 2023 entwickeln werde, ist dem Vermarkter zufolge derzeit kaum vorherzusehen. Verschiedene Faktoren wie die Inflation, der Krieg in der Ukraine, die hohen Energiekosten oder die Personalsituation würden den gesamten Blumen- und Pflanzenmarkt beeinflussen. Insgesamt lasse sich aktuell eine Zurückhaltung bei Direktgeschäften feststellen, hat Veiling Rhein-Maas beobachtet. Zudem seien die Kunden vorsichtig, da aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage nicht absehbar sei, in welchem Umfang die Verbraucher Blumen und Pflanzen einkaufen werden. Insgesamt blicke Veiling Rhein-Maas dem Frühjahr 2023 jedoch optimistisch entgegen – am Marktplatz in Straelen-Herongen werde ein normales Mengenangebot an Zwiebelpflanzen und -blumen erwartet, auch die Anlieferung der Produkte aus Drittländern dürfte nach jetzigem Wissensstand normal verlaufen, so das Unternehmen.

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