Verbessertes Saatgut sorgt für wirtschaftlichere Produktion

Veröffentlichungsdatum: , Claudia Kordes

Nordmanntannen-Saatgut mit besserer Genetik ‧steigert den Ertrag. Foto: Claudia Kordes

Der Kauf von dänischer Saat aus Nordmanntannen-Klon-Plantagen ist eine gute Investition. Saat mit guter Genetik erhöht die Baumqualität, steigert die Anzahl an Qualitätsbäumen pro Hektar, senkt die laufenden Produktionskosten und maximiert den Ertrag.

Beschaffung von Saatgut aus geprüften Herkunftsgebieten oft problematisch

Der Saatgutproduzent Levinsen hat in Dänemark zusammen mit renommierten Anbauern wie Gut Lundbygaard/Arbodania, Lars Geil oder Ebbe Bach Nordmanntannen-Saatgutplantagen aufgebaut. Diese sichern Qualität, Wirtschaftlichkeit und die Unabhängigkeit von Saatgut-Importen aus dem Kaukasus. Denn die Beschaffung von zertifiziertem Nordmanntannen-Saatgut aus geprüften Herkunftsgebieten in Ambrolauri/Tlugi in Russland und Georgien ist oft problematisch. Dies zeigen der totale Ernteausfall in Ambrolauri-Tlugi 2021 und die aktuelle geopolitische Situation.

Veränderte Anbau- und Kulturführung verlangt nach „Hochleistungs-Saatgut“

Dazu kommt, dass die veränderte, moderne Anbau- und Kulturführung im Weihnachtsbaum-Anbau inzwischen nach einer Art Hochleistungs-Saatgut verlangt. Im Vergleich zu den 1980er-Jahren sind heute alle Nordmanntannen wachstumsreguliert, ein Aufwand, der bei den Produzenten hohe Kosten verursacht. „Bei kaukasischem Saatgut liegt die Quote nicht marktfähiger Bäume inzwischen bei bis zu 30 Prozent“, sagt Levinsen-Chef Ulrik Kejser Nyvold. „Wir wollen den Produzenten mit verbessertem Saatgut aus dänischen Plantagen dabei unterstützen, den Anteil an verkaufsfähigen Bäumen pro Hektar zu erhöhen, die Rentabilität mittels optimaler Kulturverfahren zu steigern, neue Produktlinien aufzubauen und die Kulturdauer um bis zu vier Jahre auf maximal acht Jahre zu verkürzen“, sagt Kejser Nyvold.

Auslesebäume auf Eignung für den modernen Anbau überprüft

In den zurückliegenden Jahren wurden in Dänemark deshalb systematisch verschiedene Herkünfte sowie die Nachkommen beernteter Auslesebäume auf ihre Eignung für den modernen Anbau überprüft und nach verschiedenen Qualitätskriterien wie Form, Frosthärte und Gesundheit ausgewählt. Begleitende Feldversuche der Universität Kopenhagen zeigten, dass verschiedene Nachkommen dieser selektierten „Plusbäume“ aus Ursprungsbeständen wie „Tversted F527“ besonders vorteilhaft waren. So schnitten zum Beispiel die Bäume aus Saat der Klon-Samenplantage Lundbygaard/Arbodania in Bezug auf „Anteil A-Bäume“ am besten ab.

Steigerung der Saatgut-Erntemenge in Klon-Samenplantagen zu erwarten

„Die 2021 auf der Lundbygaard-Plantage geernteten 675 Kilo Saatgut sind bereits ausverkauft“, sagt Kejser Nyvold. „2030 erwarten wir, auf Lundbygaard bis zu 2.000 Kilo Saatgut zu ernten. Eine entsprechende Steigerung der Erntemenge ist auch in den anderen dänischen Klon-Samenplantagen zu erwarten, deren Gesamtfläche 90 Hektar beträgt und die sich auf unterschiedliche Standorte und Eigentümer verteilt. Sobald alle Plantagen in Produktion sind, kann die Erntemenge den Gesamtbedarf an Saatgut in Europa decken. Zusätzlich werden auf Grundlage bisheriger Erkenntnisse weitere optimierte Plantagen der sogenannten zweiten Generation angelegt.“

Mehr zum Thema Saatgut aus dänischen Klon-Samenplantagen sowie weitere aktuelle Beiträge rund um den Weihnachtsbaum-Anbau finden Sie in TASPO Weihnachtsbaum, dem regelmäßig in der TASPO erscheinenden Fachjournal für Weihnachtsbaum und Schnittgrün.

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