Vertical-Farming-Unternehmen verfassen Manifest

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Wie Infarm bekannt gab, wurde von über 20 Unternehmen aus dem Bereich der vertikalen Landwirtschaft ein Manifest unterzeichnet. Foto: Sven Weschnowsky

Der Markt für vertikale Landwirtschaft unterliegt einem starken Wachstum. Über 20 Unternehmen, die auf dem Gebiet des vertikalen Anbaus tätig sind, haben gemeinsam ein Branchenmaifest verfasst und unterzeichnet, in dem sie sich zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem verpflichten.

Unternehmen unterzeichnen Manifest bei Kongress

Der vertical Farming-Anbieter Infarm hat in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass man sich mit weiteren Unternehmen der Branche zusammengeschlossen habe, um ein Vertical Farming Identity Statement und ein Branchenmanifest zu verfassen. Mit diesem Impuls wolle man zusammen zu einer nachhaltigen Umgestaltung der globalen Lebensmittelsysteme beitragen. Unterzeichnet haben das „Vertical Farmin Manifesto“ und die erste „Vertical Farming Identity“ über 20 Unternehmen auf dem Vertical Farming Congress in Brüssel, der vom 19. Bis 21. September in der belgischen Hauptstadt stattfand.

Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung

Beide Dokumente seien laut Infarm klare und mutige Branchenstandards, die die Auswirkungen und den Beitrag der Branche zur Umgestaltung der derzeitigen Lebensmittelsysteme aufzeigen und verdeutlichen, was die Unternehmen dementsprechend in der Lage sind, zu leisten. Die Unternehmen tragen demnach deutlich dazu bei, die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Diese Herausforderung gelte als eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Dabei produziere man Nahrungsmittel auf nachhaltige, kreislauforientierte Weise.

Dokumente verdeutlichen Beitrag der vertikalen Landwirtschaft

In beiden Dokumenten wird die Dringlichkeit verdeutlicht, die derzeitigen Lebensmittelsysteme umzugestalten. Es wird zudem erläutert und belegt, wie vertikale Anbausysteme einen wichtigen Beitrag zu eben dieser angestrebten Gestaltung von Lebensmittelsystemen leisten können. Diese seien dann laut der Unternehmen widerstandsfähig und zukunftssicher. Externe Faktoren wie Klima- und Gesundheitsrisiken werden durch technologische Innovation bei der vertikalen Landwirtschaft umgangen, da die Lebensmittel in geschützten Systemen wachsen. Es werden Produkte erzeugt, die vollkommen frei von Pflanzenschutzmitteln seien, da das Wachstumsumfeld stetig kontrolliert werde. Zudem verbrauche der vertikale Anbau weniger Land und Wasser und erfordere weniger Transportkilometer.

Kontinuierliche Investition in Innovationen

Ebenfalls festgehalten in den Dokumenten seien hohe Standards, denen sich die unterzeichnenden Unternehmen verpflichten. Dazu gehören die Orientierung an weltweit anerkannten Rahmenwerken wie der Science Based Targets Initiative (SBTi), B Corp oder den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs). Auch verpflichte man sich, kontinuierlich in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die Technologie der vertikalen Landwirtschaft zu verbessern und noch intelligentere und nachhaltigere Lebensmittelsysteme zu schaffen. Neben Infarm haben auch die Unternehmen 80 Acres, AeroFarms, Bowery, Crop One, CubicFarms, Elevate Farms, Fifth Season, Fischer Farms, Freight Farms, Infinite Acres, Jones Food Company, Kalera, La Grangette, Ljusgårda, N.THING, Plenty, Stacked Farm, Urban Crop Solutions, Urban Harvest, Vertical Future, YesHealth Group und ZipGrow die Dokumente unterzeichnet.

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