Wassertanks sicher nutzen: Tipps zur Planung und Pflege

Veröffentlichungsdatum: , Marie Schröder

Risikoberater der Gartenbau-Versicherung geben Tipps zur Prävention. Foto: Gartenbau-Versicherung

Wassertanks sind nach wie vor eine relativ preiswerte Lösung, um die für den Gartenbau elementare Ressource Wasser auch in trockenen Zeiten zuverlässig verfügbar zu halten. Doch immer wieder sorgen zerberstende Tanks für enorme Folgeschäden. Mehr Sicherheit ist dabei oft mit einfachen Maßnahmen möglich, informiert die Gartenbau-Versicherung.

Schaden am Tank selbst meist das geringste Problem

Wenn über 500 Tonnen Wasser schlagartig mit voller Wucht aus einem Behälter platzen, reißen die Massen schon mal gemauerte Wände weg, berichtet die Gartenbau-Versicherung. Selbst schwere Anlagen wie Heizkessel können durch die entstehenden Kräfte verschoben und teure elektronische Teile komplett zerstört werden. Oft werden auch Stehwände und Stützen herausgerissen, Glas zerbricht, es kommt zu Kulturschäden und Verschmutzungen – der Betriebsablauf wird erheblich gestört oder sogar gestoppt.

Dies alles übersteigt die Kosten für den geplatzten Tank um ein Vielfaches – von möglichen Gefahren für Personen, die sich in der Nähe aufhalten, ganz abgesehen. Auch deshalb müssen zum Beispiel Wassertanks im niederländischen Gartenbau bereits seit einigen Jahren regelmäßig von speziell geschulten Fachfirmen geprüft werden. Die Zahl geplatzter Tanks sank dadurch von mehreren Fällen pro Monat auf maximal einen pro Jahr.

Bei Berstgefahr schnell reagieren

Der Gartenbau-Versicherung zufolge kann jeder Nutzer selbst viel dazu beitragen, seine Wassersilos gut abzusichern. Dadurch werden nicht nur Schäden vermieden, sondern auch die Nutzungsdauer wird verlängert. Hierfür braucht es eine fachkundige Planung genauso wie ein Bewusstsein dafür, dass verschiedene Risiken ineinandergreifen und sich verstärken können. Und dass es oft sehr kleine, kaum sichtbare Veränderungen sind, die ein Zerbersten ankündigen.

Bestehen Anzeichen, dass der Tank bersten könnte, zum Beispiel durch sich verstärkende Leckagen, korrosionsbedingte Risse im Blech oder kritischen Schiefstand, ist laut Gartenbau-Versicherung eine schnelle Reaktion gefragt: Der Tank sollte demnach umgehend geleert und ein Fachunternehmen eingeschaltet werden. Von provisorischen Notfallsicherungen sei dagegen dringend abzuraten. Als Beispiel nennt die Gartenbau-Versicherung das Umspannen des Tanks mit Gurten oder Ähnlichem: Spanngurte seien jedoch nicht für solche Belastungen ausgelegt und können mit ihren Ratschen in das dünne Blech schneiden.

Wassertanks in Versicherungsschutz aufnehmen

Für den Fall, dass es doch zu einem Schaden kommt, sollten Wassertanks im Versicherungsschutz aufgenommen sein. Laut Gartenbau-Versicherung können grundsätzlich sowohl die Silos selbst als auch die Schäden an Kulturen und Betriebseinrichtung abgesichert werden. Da die möglichen Folgeschäden gravierend seien, sollten angemessene Versicherungssummen für Kulturen, Gebäude und Betriebseinrichtung gewählt und immer aktuell gehalten werden, empfiehlt die Gartenbau-Versicherung.

► Weitere Hinweise etwa zum richtigen Aufbau von Wassertanks, zur Inbetriebnahme, zur Inspektion sowie Frühwarnsignale gibt es im entsprechenden Beitrag zur Betriebssicherheit der Gartenbau-Versicherung.

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