Zufriedene Mitarbeiter: Benefits allein reichen nicht aus

Veröffentlichungsdatum: , Jacqueline Matolin

Trotz vieler Vergünstigungen, die die Unternehmen bieten, sind Arbeitnehmer oft unzufrieden in ihrem Beruf und sehnen das Ende des Arbeitstags herbei. Symbolfoto: Anna Shvets/Pexels

Um Mitarbeiter zufriedenzustellen und ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld bieten zu können, ergreifen Unternehmen oftmals viele Maßnahmen. Doch nicht immer sind diese entscheidend dafür, ob die Mitarbeiter sich tatsächlich im Unternehmen wohlfühlen.

Was sich Arbeitnehmer wünschen

Flexible Arbeitszeiten, eine moderne technische Ausstattung, eine gute Work-Life-Balance beziehungsweise ein familienfreundliches Arbeiten – diverse Studien haben gezeigt, dass dies nur einige von vielen Dingen sind, die sich Arbeitnehmer von ihren derzeitigen und zukünftigen Arbeitgebern wünschen. Eine Tatsache, die auch im Bewusstsein der Unternehmen immer tiefer verankert ist, weshalb viele von ihnen mittlerweile ein facettenreiches Konzept an Maßnahmen und Vergünstigungen zur Steigerung der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter in ihr Profil integriert haben.

Zufriedene Mitarbeiter bauen stärkere Bindung zum Unternehmen auf

Nicht selten jedoch sind Arbeitnehmer trotz der im Unternehmen angebotenen Vergünstigungen und Benefits unzufrieden. Die Gründe dafür sind ebenso individuell wie vielfältig. Es allen Arbeitnehmern recht zu machen, ist daher praktisch unmöglich. Nichtsdestoweniger sollten Arbeitgeber diesen Faktor in ihrer Unternehmenspolitik nicht unterschätzen und versuchen, in puncto Zufriedenheit auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter einzugehen. Studien belegen, dass Arbeitnehmer, die sowohl an ihrer Tätigkeit wie auch an dem gebotenen Arbeitsumfeld Gefallen finden, eine stärkere Bindung zum Unternehmen aufbauen. Demnach könnten Betriebe davon profitieren, Konzepte zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit beispielsweise zusammen mit ihren Arbeitnehmern auszuarbeiten. Auf diese Weise können die Bedürfnisse der Mitarbeiter zunächst in Erfahrung gebracht und evaluiert werden. Im Anschluss daran kann ein Konzept entwickelt werden, das sowohl Arbeitnehmern wie Arbeitgebern gerecht wird und ein angenehmes Arbeitsumfeld kreiert.

Work-Life-Balance ist kein Schmerzensgeld

Dass sich Arbeitnehmer trotz diverser Benefits in ihrem Betrieb nicht wohlfühlen können, zeigt der persönliche Erfahrungsbericht einer ehemaligen Gärtnerei-Auszubildenden, den wir im TASPO dossier 2/2023 veröffentlicht haben. Denn trotz des nicht unerheblichen Urlaubsanspruchs und eines 13. Jahresgehalts, sorgten die unterkühlte Arbeitsatmosphäre und die ausgeprägten hierarchischen Strukturen dafür, dass sich die Auszubildende nach dem Ende eines jeden Arbeitstages sehnte.

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