Wirtschaft & Politik

5,6 Millionen Euro: Bund fördert Insektenschutz

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Der Bund unterstützt den Insektenschutz mit 5,6 Millionen Euro. Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft übergab gestern die Förderbescheide im BMEL in Berlin.

Ein Verbundvorhaben will sich in den kommenden drei Jahren um die Erforschung insektenfreundlicher Anbausysteme bemühen. Foto: Pixabay

„Unsere Insekten sind systemrelevant“

Die Förderung erfolgt im Zusammenhang mit dem Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe. „Unsere Insekten sind systemrelevant. Der Schutz der Insekten hat deshalb hohe Priorität. Wir können den politischen Rahmen setzen. Aber die Wissenschaftler und Praktiker bauen dafür das Fundament. Gemeinsam mit Praxisbetrieben richten sie zum Beispiel Landschaftslabore ein und untersuchen dort besonders insektenschonende Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen. Mit unserer Förderung stärken wir diese Forschung und damit den Insektenschutz“, so Klöckner

Insektenschonende Anbausysteme in der Landwirtschaft

In den kommenden drei Jahren will ein Verbundvorhaben des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, des Julius Kühn-Instituts, des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen drei Landschaftslabore einrichten. Dort sollen besonders insektenschonende Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen etabliert und untersucht werden.

Bundesministerin Julia Klöckner hatte bereits im Mai dieses Jahres auf europäischer Ebene dafür gestimmt, dass einige bienenschädliche Neonikotinoide im Freiland nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Gleichzeitig starteten zahlreiche Initiativen zum Schutz von Bienen und Insekten: Neben der Kampagne zum Bienenfüttern bietet auch das Pflanzenlexikon und die Bienen-App des BMEL wertvolle Tipps.