„Arbeit-von-Morgen-Gesetz“ bringt weitere Erleichterungen

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Arbeit von morgen – im Gartenbau schon heute. Foto: Grünes Medienhaus

Weitere Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld und Verbesserungen bei der Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten – dafür soll das „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ sorgen. Nachdem zuletzt der Bundesrat grünes Licht gegeben hatte, ist das Gesetz nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt am 28. Mai jetzt in Kraft getreten.

24 statt zwölf Monate Kurzarbeitergeld bei „außergewöhnlichen Verhältnissen“

Unter anderem sieht das „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds vor. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt etwas abzufedern, kann die Bundesregierung bis 2021 die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds „bei außergewöhnlichen Verhältnissen“ von zwölf auf 24 Monate ausweiten – was eigentlich nur bei einer Gesamtstörung des Arbeitsmarkts möglich ist. Zudem regelt das neue Gesetz, dass ein neu begonnener Nebenjob in einem systemrelevanten Bereich nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird.

Mehr Geld für berufliche Weiterbildung durch „Arbeit-von-morgen-Gesetz“

Des Weiteren erhalten Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch das „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ höhere Zuschüsse für die berufliche Weiterbildung, sofern eine entsprechende Betriebsvereinbarung oder ein Tarifvertrag eine betriebsbezogene Weiterbildung vorsehen. Außerdem wird die Regelung zur Zahlung von Weiterbildungsprämien verlängert und ein Rechtsanspruch auf Förderung einer beruflichen Nachqualifizierung für Geringqualifizierte eingeführt, damit diese einen Berufsabschluss nachholen können.

Auch die Qualifizierungsmöglichkeiten in einer Transfergesellschaft werden verbessert. Dafür hebt das „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ die bisherige Begrenzung auf Ältere und Geringqualifizierte auf. Außerdem kann sich die Bundesarbeitsagentur künftig mit bis zu 75 Prozent an den Kosten für Qualifizierungsmaßnahmen beteiligen. Erweiterte Fördermöglichkeiten gibt es darüber hinaus im Ausbildungsbereich. Hierfür wird die Geltung des Instruments „Assistierte Ausbildung“ verlängert und weiterentwickelt. Anders als bislang gilt diese Unterstützung künftig auch für Grenzgänger.

Beschäftigte von heute bereit für die Arbeit von morgen machen

„Das ‚Arbeit-von-Morgen-Gesetz‘ ist ein wichtiger Baustein dafür, dass wir nach der Corona-Krise schnell wieder den Weg zu Wachstum und Beschäftigung finden. Denn der Strukturwandel, in dem sich Deutschland befindet, hat durch Corona noch einmal deutlich an Fahrt hinzugewonnen. Dies gilt besonders, aber nicht nur für die Digitalisierung. Für die anstehenden Veränderungen haben wir ein umfangreiches Paket an Weiterbildungsmaßnahmen entwickelt, damit die Beschäftigten von heute bereit für die Arbeit von morgen sind“, sagt dazu Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Ganz im Zeichen der Digitalisierung steht eine weitere Neuerung, die das Gesetz vorsieht: Die Arbeitslosmeldung soll auch elektronisch möglich sein – allerdings erst ab Januar 2022.

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