Ausländische Erntehelfer: ab 2018 neues Anmeldeverfahren

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Ausländische Saisonarbeitskräfte werden im Gartenbau unter anderem zur Spargelernte beschäftigt. Foto: lekcets/Fotolia

Zum 1. Januar 2018 ändert sich das Anmeldeverfahren für ausländische Saisonarbeitskräfte. Laut Landwirtschaftskammer Niedersachsen sollen damit Arbeitgeber entlastet werden.

Neues Kennzeichen „Saisonarbeitnehmer“ soll Arbeitgeber entlasten

Möglich macht dies das neue Kennzeichen „Saisonarbeitnehmer“. Es soll die Arbeitgeber von zahlreichen Anschreiben und mehrfachen Kontaktversuchen der Krankenkassen zur Klärung des Versicherungsstatus der bereits wieder abgereisten ausländischen Erntehelfer entlasten. Beschlossen haben diese Änderung die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung.

Ist das neue Kennzeichen „Saisonarbeitnehmer“ vom Arbeitgeber beim elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren angegeben, geht der Gesetzgeber künftig davon aus, dass grundsätzlich keine Weiterversicherung besteht.

Wann das neue Kennzeichen „Saisonarbeitnehmer“ zu setzen ist

Wie die Bahn BKK ausführt, ist das neue Kennzeichen zu setzen:

  • bei Beschäftigten mit ständigem Wohnsitz im Ausland, die für einen in der Regel begrenzten Zeitraum einer versicherungspflichtigen Beschäftigung in Deutschland nachgehen und bei denen davon auszugehen ist, dass sie in das Heimatland zurückkehren
  • nur bei gesetzlich krankenversicherten Beschäftigten
  • nicht erforderlich bei geringfügig Beschäftigten sowie solchen, die ausschließlich in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert sind (Personengruppen 109, 110, 190)
 

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