Wirtschaft & Politik

Baku Agropark im Gemüsegarten der ehemaligen Sowjetunion

, erstellt von

Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs galt Aserbaidschan als Gemüsegarten der Sowjetunion. Auch wenn sich die politischen Gegebenheiten inzwischen geändert haben, möchte sich das Land am kaspischen Meer dank moderner Gewächshaustechnologie als starker Produzent in Europa etablieren und eröffnete jüngst den Baku Agropark.

Aserbaidschan lässt Gewächshauskomplex Baku Agropark von niederländischem Konstrukteur bauen

Mindestens 140 neue Jobs soll der elf Hektar große Gemüsebetrieb in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku schaffen. Die Gewächshäuser des Agroparks, in denen Tomaten kultiviert werden, hat der niederländische Konstrukteur Debets Schalke gebaut. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde der Komplex am 4. Dezember offiziell eröffnet, wenngleich Teile der Produktion schon im Juli gestartet waren.

Der Gewächshausbauer Debets Schalke realisiert nach eigenen Angaben schon seit fünf Jahren Projekte in Aserbaidschan. Die Produktionsanlagen hat das niederländische Unternehmen schlüsselfertig der Regierung übergeben. Aserbaidschan zeichnet sich durch ein günstiges Klima für den Gemüseanbau aus. Frostschäden kennt man hier nicht, sodass Tomaten das ganze Jahr über in Kunststoffgewächshäusern wachsen. Sie sind auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der aserbaidschanischen Unabhängigkeit im Jahre 1991 für den russischen Markt bestimmt.

„Wir haben dieses Projekt in einer Rekordzeit durchgezogen, was angesichts der dort herrschenden Arbeitsmoral eine wirkliche Herausforderung war. Zum Glück hatten wir bereits erste Erfahrungen auf dem aserbaidschanischen Markt gesammelt“, blickt Unternehmer Dylan Schalke zurück.