Wirtschaft & Politik

Bayern: BGV tritt Ökopakt bei

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In Bayern wächst der Pakt für den ökologischen Landbau weiter an. Mit dem Bayerischen Gärtnerei Verband (BGV) trat kürzlich das 25. Mitglied dem Pakt bei, der den Ausbau der biologischen Produktion und die Nachfrage nach mehr heimischen Öko-Lebensmitteln deutlich steigern will.

Als 25. Mitglied begrüßte Michaela Kaniber BVG-Präsident Hermann Berchtenbreiter. Foto: Pia Regnet/ StMELF

„Gartenbau hat herausragende Bedeutung“

Der Bayerische Gärtnerei-Verband (BGV) tritt dem „Ökopakt“ des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums bei und ist damit der insgesamt 25. Partner des Pakts, der ursprünglich vor fünf Jahren mit 20 Mitgliedern startete. Der Beitritt des BGV wurde beim Antrittsbesuch des neu gewählten Präsidenten Hermann Berchtenbreiter bei Agrarministerin Michaela Kaniber in München besiegelt. „Der Gartenbau hat eine herausragende Bedeutung für die Versorgung unserer Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln. Deshalb freut mich dieser Beitritt ganz besonders. Auch als kompetenter Ansprechpartner und Ratgeber für urbanes Grün und den Lebensraum Garten spielen die Gärtner eine wichtige Rolle“, erklärte Kaniber während des Besuchs.

Ökologisch bewirtschaftete Fläche weiter steigern

In Bayern hat sich Ende 2015 ein breites Bündnis aus 20 Organisationen zusammengeschlossen und einen Pakt für den ökologischen Landbau geschlossen. Die Unterzeichner des Paktes hatten sich zum Ziel gesetzt, die heimische Ökoproduktion weiter voranzutreiben und damit die Nachfrage nach regional produzierten Öko-Lebensmitteln zu steigern. Zudem möchte man die Verbraucher sensibilisieren, um bei der Kaufentscheidung häufiger zu regional produzierten Öko-Lebensmitteln zu greifen. Bayern nimmt mit rund 10.800 Ökobetrieben und einer ökologisch bewirtschafteten Fläche von über 377.000 Hektar bundesweit den Spitzenplatz ein. 30 Prozent aller deutschen Ökobetriebe wirtschaften in Bayern. Mit der Strategie BioRegio Bayern 2030 will man innerhalb der nächsten zehn Jahre die ökologisch bewirtschaftete Fläche Bayerns auf 30 Prozent der gesamten bewirtschafteten Fläche steigern.

Unterstützung hin zu mehr Bio-Produktion

Als neues Mitglied wolle der BGV seine rund 700 Mitglieder aus Gemüse-, Zierpflanzen-, Stauden- und Friedhofsgartenbau auf dem Weg zu mehr Bioproduktion und Nachhaltigkeit unterstützen. Unter den Mitgliedern befinden sich bereits Betriebe, die nach zertifizierten Bio-Kriterien produzieren. Weitere setzen bereits auf sparsamen Ressourceneinsatz und Nachhaltigkeit bei ihrer Produktion, während andere den Handel mit fair produzierten Schnittblumen praktizieren. Zukunftsthemen der Gärtnereibetriebe sind die Wasserverfügbarkeit in Trockenzeiten, die Torfreduktionsstrategie und CO2-Einsparung in der Produktion von Zierpflanzen.

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