Wirtschaft & Politik

BdB: Forderung nach Aussetzung des geplanten Greening-Anteils wiederholt

Am 14. und 15. Mai wird in Brüssel erneut über die Greening-Regelung im Rahmen der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP-Reform) beraten. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) sieht hier massiven Nachbesserungsbedarf, denn der angestrebte Grünflächenanteil von sieben Prozent der beihilfefähigen Hektarfläche hätte eine massive Reduzierung der Kulturfläche in den einzelnen Baumschulen zur Folge. 

BdB-Präsident Karl-Heinz-Plum. Foto: BdB

Die in den letzten Jahren stark gestiegene Nachfrage nach Pachtland, infolge des zunehmenden Anbaus nachwachsender Rohstoffe, zeigt sich deutlich in der Verknappung von zu pachtenden Flächen und deren stetig steigenden Pachtpreisen. Diese Entwicklung wird sich noch weiter zuspitzen, sollten die Überlegungen der EU-Kommission bzgl. der von den Betrieben zu schaffenden ökologischen Ausgleichsflächen umgesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund wären die Unternehmen der deutschen Baumschulwirtschaft gezwungen, mit kurzfristigen Rodungsmaßnahmen zu reagieren, um die Forderung der EU nach sieben Prozent ökologischer Vorrangfläche umzusetzen. „Wir gehen davon aus, dass bisher und zukünftig kaum ausweisungsfähige Brachflächen vorhanden sein werden, um den Rodungsanteil zu reduzieren“, so BdB-Präsident Karl-Heinz-Plum. „Wir wünschen uns von der Politik, dass die Baumschulen von dieser Vorgabe ausgenommen werden, zumindest aber, dass ein wesentlich geringerer Greening-Anteil festgeschrieben wird“. (bdb)