Bundesprogramm Energieeffizienz – positives Fazit

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Seit 2016 sind über 5.000 Anträge auf Förderung von Investitionen in energieeffiziente Maßnahmen beim BLE eingegangen. Symbolfoto: thetravelnook / Pixabay

Das Bundesprogramm Energieeffizienz kann laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) seit 2016 auf ein durchweg positives Fazit blicken. Insgesamt 5.200 Anträge wurden mit einem Fördervolumen von 138 Millionen Euro gestellt.

Einsparung von rund 471 Gigawattstunden Energie

Das Förderprogramm zur Energieeffizienz unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Primärproduktion der Landwirtschaft und des Gartenbaus bei Investitionen, die der Energieeffizienzsteigerung dienen und wesentlich dazu beitragen, die Emissionen von (fossilem) Kohlendioxid (CO2) zu mindern. Insgesamt haben die Unternehmen laut BLE seit Beginn des Programms im Jahre 2016 Investitionen in Höhe von 480 Millionen Euro umgesetzt. Ein Drittel der Fördermittel haben Gartenbau-Unternehmen abgerufen, zwei Drittel wurden von landwirtschaftlichen Unternehmen in Anspruch genommen. Insgesamt können durch die Förderung rund 471 Gigawattstunden Energie pro Jahr eingespart werden. Das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 1,8 Millionen Kühl-Gefrierkombinationen der Effizienzklasse A+. Das entspreche der Anzahl an Haushalten, die es in Berlin insgesamt gibt.

Energieschirme zur Dämmung in Gewächshäusern lohnten besonders

Rund ein Drittel der Anträge wurden für die qualifizierte Energieberatung durch energiesachverständige Personen gestellt, um Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz in den Betrieben aufzudecken. Weitergehende Empfehlungen der Experten zur Nach- oder Umrüstung von Technologien oder gar dem Austausch ganzer Anlagen bieten verlässliche Grundlagen für Investitionen in energieeffiziente Technologien. Als besonders empfehlenswert stellten sich bisher Investitionen für die Nach- oder Umrüstung von Energieschirmen zur Dämmung in Gewächshäusern heraus. Aber auch der Einbau von Milchvorkühlern oder die Investition in Wärmerückgewinnungsanlagen zeigten sich als sehr große Potentiale zur Energieeinsparung.

Förderung auch in den nächsten vier Jahren

„Die hohe Nachfrage zeigt die Bereitschaft der Unternehmen, das CO2-Minderungspotenzial zu nutzen und einen Beitrag zur Erfüllung der Klimaschutzpläne zu leisten“, betont Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), die das Programm im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) umsetzt. „Mit Beginn des Jahres 2020 wurde das Bundesprogramm Teil des Klimaschutzplans der Bundesregierung für den Sektor Landwirtschaft. Die Finanzierung aus Mitteln des Energie- und Klimafonds (EKF) wurde für die nächsten vier Jahre mit eingeplanten 156 Millionen Euro deutlich aufgestockt", betont Eiden.

Bundesprogramm Energieeffizienz wird derzeit weiterentwickelt

Zurzeit wird an dem Projekt theoretisch gearbeitet und es weiterentwickelt, um die Anforderungen des Klimaschutzprogramms erfüllen zu können und die Wirkung für den Klimaschutz weiter zu verbessern. Dazu erarbeitet das BMEL derzeit eine neue Förderrichtlinie. Darin sollen bisherige Fördertatbestände, die über ein hohes CO2-Minderungspotenzial verfügen, übernommen werden. Des Weiteren sollen die stationäre regenerative Energieerzeugung (somit auch Wärme) für den betrieblichen Eigenbedarf und die mobile regenerative Energienutzung einbezogen werden.

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