Bundesprogramm Energieeffizienz überarbeitet

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Das Bundesprogramm Energieeffizienz wurde überarbeitet und bietet nun KMU leichteren Zugang zu Förderungen. Foto: Green Solutions

Das „Bundesprogramm Energieeffizienz für Landwirtschaft und Gartenbau“ fördert seit 2016 Maßnahmen, um die Energieeffizienz und -einsparung in der landwirtschaftlichen Produktion und im Gartenbau zu verbessern. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) jetzt mitteilte, wurde die Richtlinie Teil A überarbeitet und bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) leichteren Zugang zu den Fördermaßnahmen, zudem wurde der Förderdeckel erhöht.

Zentrale Punkte der Überarbeitung Teil A

Laut BLE mache es die Überarbeitung der Richtlinie Teil A des Bundesprogramms KMU der Landwirtschaft und des Gartenbaus leichter, Zugang zu ausgeweiteten Fördermöglichkeiten in langlebige Wirtschaftsgüter zu erhalten. Darüber hinaus bietet die Überarbeitung zielgerichtetere Fördermöglichkeiten, die die bisher erreichten Erfolge des Programms als Beitrag zum Klimaschutz der Landwirtschaft und dem Gartenbau fortsetzen sollen. Zudem wurde eine Positivliste eingeführt, in der förderfähige Anlagekomponenten zur Erstausstattung, Nach- oder Umrüstung genannt sind. Ergänzt wird diese Positivliste um die alternativen Antriebssysteme für Landmaschinen zur direkten Elektrifizierung oder Umrüstung auf nachhaltige Biokraftstoffe. Nicht mehr zwingend vorgeschrieben sei die aufwändige, gesamtbetriebliche Energieberatung. Die neue Richtlinie ermöglicht jetzt auch den alleinigen Fokus in der Beratung auf konkrete, maßnahmenspezifische Bereiche mit hohen Energieverbräuchen, die dann auch als Teil des Investitionsvorhabens mit gefördert werden. Die Energieberatung ist Voraussetzung, um erneuerbare Energieerzeugung, Abwärmenutzung oder Energieeffizienzinvestitionen beantragen zu können.

Auch Richtlinie Teil B überarbeitet

Mit der Richtlinie Teil B werden erstmals Investitionen in einzelnen großen oder mehreren verbundenen landwirtschaftlichen Unternehmen, Lohnunternehmen oder gewerblichen Maschinenringen gefördert. Neben der Modernisierung von bestehenden Anlagen sind nun auch regenerativ betriebene Neuanlagen nach Abriss einer Altanlage förderfähig. Die Maßnahmen können mit 30 Prozent und unter bestimmten Bedingungen sogar mit bis zu 40 Prozent gefördert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die von bisher 700 Euro jetzt auf 900 Euro erhöhte Fördereffizienz je eingesparter Tonne CO2-Äquivalent nicht zuvor begrenzend wirkt. Auch hier gibt es eine Positivliste für hocheffiziente Einzelmaßnahmen.

ZVG begrüßt Anpassungen

Beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) wurde die bekannt gewordene Anpassung des Bundesprogramms begrüßt, nachdem man wiederholt Kritik geübt hatte. „Wir befürworten es sehr, dass mit der Änderung der Richtlinie der Förderdeckel von 700 auf bis zu 900 Euro je eingesparter Tonne CO2 angehoben wird und auch einige Anpassungen, hin zu einer zielgerichteteren Förderung umgesetzt wurden, die der ZVG gegenüber dem Bundeslandwirtschaftsministerium und in vielen Politikgesprächen im Sommer eingefordert hat“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. „Für den ZVG ist das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz ein wichtiges Instrument, um die Mehrbelastungen aus der CO2-Bepreisung ein Stück weit auffangen zu können. Der jetzt angekündigte erleichterte Zugang zum Programm muss sich erst bei den Betrieben und in der Bearbeitungspraxis durch die Bundesanstalt Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beweisen“, so Fleischer weiter.