Wirtschaft & Politik

Bundestag debattiert Stärkung des Gartenbaus

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Heute debattiert der Bundestag einen gemeinsamen Antrag von CDU/CSU und SPD, der den Gartenbau stärken soll. Im Mittelpunkt stehen beispielsweise der Einsatz von Torf oder die Gefahr durch neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge.

Der Zentralverband Gartenbau fordert vom Bundestag die nötigen politischen Rahmenbedingen für den wirtschaftlichen Erfolg des Gartenbaus. Foto: Thomas Trutschel photothek.net

Gartenbau: Politische Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg setzen

„Der Gartenbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor insbesondere im ländlichen Raum. Seine Produkte stehen für Wohlbefinden, gesunde Ernährung und lebenswerte, grüne Städte. Deswegen erwarten die Betriebe, dass entsprechende politische Impulse und Rahmenbedingungen gesetzt werden, die die Branche für Herausforderungen, wie den fortschreitenden Strukturwandel oder die Wettbewerbsfähigkeit stärken“, lobt Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbands Gartenbau, die Initiative der Koalitionsfraktionen.

Antrag der Koalition: Schädlinge, Torf und Energieeffizienz im Mittelpunkt

Die Diskussionspunkte drehen sich nicht nur um Pflanzenkrankheiten und Schädlinge oder den Einsatz von Torf in Erden, sondern auch um Energieeffizienz, da sie erhebliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe haben können. Sollte der Bundestag grünes Licht geben, starten gezielte Forschungsprojekte in den Bereichen. 

„Wichtig ist für unsere Betriebe, dass Erkenntnisse aus der Forschung unmittelbar in den betrieblichen Alltag einfließen können. Dies ist im Bereich der Energieeffizienz mit der Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus und dem Bundesprogramm Energieeffizienz hervorragend gelungen“, erklärt Fleischer. Einen weiteren Fokus legt der Antrag auf die Förderung von Grün in der Stadt.

Bundestag will Export und Absatz von Gartenbauprodukten fördern

Mit Blick auf Europa fordern CDU/CSU und SPD eine bessere Absatzförderung und stärkere Exportunterstützung für gartenbauliche Produkte, sowie ein umfassendes Züchterprivileg im europäischen Patentrecht. Insbesondere bei der EU-Absatzförderung erwartet der ZVG eine stärkere Einbeziehung von Blumen und Pflanzen.

ZVG kritisiert Aussparung des Pflanzenschutzes

Kritisch äußert sich der ZVG dazu, dass der Antrag das für die Branche so wichtige Thema Pflanzenschutz im Wesentlichen ausspart. So könne vom Funktionieren eines harmonisierten Pflanzenschutzrechtes keine Rede sein. Insbesondere der Gartenbau, mit seiner Vielzahl kleinerer Kulturen leide zunehmend unter fehlenden biologischen und chemischen Pflanzenschutzmitteln, die ein wichtiger Bestandteil des integrierten Pflanzenschutzes sind.