Bundestag diskutiert Bayer-Monsanto-Deal

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Der Deutsche Bundestag hat sich kritisch mit der geplanten Fusion von Bayer und Monsanto auseinandergesetzt. Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel/photothek.net

Die Fusion von Bayer und Monsanto war heute auf Antrag der Grünen-Fraktion Thema im Bundestag. Die Mehrheit der Abgeordneten sieht den geplanten Deal Medienberichten zufolge eher kritisch. SPD, Grüne und Linke befürchten demnach Nachteile für Landwirte und Verbraucher durch die Marktmacht des künftigen „Megakonzerns“.

Ein Drittel des weltweiten Saatguts nach Fusion in den Händen von Bayer und Monsanto

So gab etwa die Grünen-Abgeordnete Katharina Dröge zu bedenken, dass Bayer und Monsanto nach einer Fusion weltweit ein Drittel des Saatguts und ein Viertel der Pflanzenschutzmittel kontrollieren würde. Zudem läge die Ernährung der Weltbevölkerung in den Händen eines Superkonzerns, wie Eva Bulling-Schröter von Linken-Fraktion einwarf.

Chancen sieht hingegen die Unions-Fraktion in der geplanten Übernahme. Wie der CDU-Wirtschaftspolitiker Matthias Heider betonte, sei es „eher ein Vorteil als ein Nachteil“, wenn Bayer zur weltweiten Nummer eins in der Agrochemie werde. Nach Heiders Auffassung ist ein wettbewerbsfähiger Marktteilnehmer im internationalen Geschäft von nationalem Interesse.

Bayer-Monsanto-Fusion: Befürchtungen vor Gentechnik unbegründet

Auch bestehende Befürchtungen vor Gentechnik seien unbegründet, wie seine Parteikollegin Kristina Schröder ergänzte. Vielmehr liege in der Gentechnik eine Chance, Hunger und Krankheit zu bekämpfen. Negative Konsequenzen seien dagegen nicht nachweisbar.

Bayer und Monsanto haben in der vergangenen Woche eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet. Diese sieht vor, dass Bayer den US-Konzern für 128 Dollar pro Monsanto-Aktie – umgerechnet insgesamt 59 Milliarden Euro – erwirbt. Durch den Kauf würde das Leverkusener Unternehmen zum weltweit größten Anbieter für Agrarchemie aufsteigen.

 

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