Corona-Hilfe für KMU verbessert

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Die Corona-Hilfen für KMU wurden vom Bundesfinanzministerium

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesfinanzministerium (BMF) haben sich darauf verständigt, wie die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in den nächsten Monaten fortgeführt werden soll. Wie das BMWi mitteilte, wird das Programm verlängert, ausgeweitet und vereinfacht.

Wer ist berechtigt, einen Antrag zu stellen?

Laut BMF gebe es demnach folgende Änderungen am Programm. Antragsberechtigt ist künftig, wer einen Umsatzeinbruch von: mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten von April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten hat oder von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber diesen Vorjahresmonaten. Die KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 beziehungsweise 15.000 Euro entfallen.

Veränderungen bei den Fördersätzen

Künftig kann mehr erstattet werden. 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % (zuvor 80 %) Umsatzeinbruch, 60 % (zuvor 50 %) der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 % und 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (zuvor 40 % ). Die Personalkostenpauschale der förderfähigen Kosten steigt von 10 % auf 20 %. Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen. Wie bisher soll die digitalisierte Antragstellung über „prüfende Dritte“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt) erfolgen.

„Wichtiges Signal an die Unternehmen und Branchen“

„Die Verlängerung der Überbrückungshilfe bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal an die Unternehmen und Branchen, die angesichts der Corona-Pandemie um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen. Wir lassen gerade die Unternehmen, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen sind oder nur mit halber Kraft fahren können, nicht allein. Ich freue mich besonders, dass es gelungen ist, im verlängerten Programm höhere Förderbeträge für kleine und Kleinstunternehmen durchzusetzen. Die Begrenzung der Förderung für Unternehmen bis zehn Beschäftigte auf maximal 15.000 Euro wird gestrichen. Höhere Fördersätze gibt es auch für Unternehmen, die weiterhin praktisch vollständig still liegen, wie zum Beispiel die Veranstalter- oder Schaustellerbranche. Gute Nachrichten auch für Unternehmen, die zwar wieder geöffnet sind, aber dauerhaft mit reduzierter Kapazität fahren müssen, wie zum Beispiel Gastronomie oder Einzelhandel. Künftig können bereits Unternehmen, deren Umsatz um 30 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist, Überbrückungshilfe beantragen“, erklärt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zu den Änderungen. Alle Änderungen im Detail können hier nachgelesen werden.