Wirtschaft & Politik

Dachgewächshaus in Oberhausen eröffnet

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Vergangene Woche wurde das Leuchtturmprojekt der Stadt Oberhausen mit dem Dachgewächshaus auf dem neuen Jobcenter am Oberhausener Altmarkt feierlich eröffnet. An der Übergabe des Gebäudes durch die Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) nahmen neben Oberbürgermeister Daniel Schranz rund 260 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teil.

Städtebauliches Highlight

Für die Umsetzung des Projektes waren die Stadttöchter Verwaltungszentren Oberhausen GmbH (VZO) und Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) verantwortlich. Das Projekt wurde Ende 2017 gestartet (TASPO berichtete) und nach knapp zwei Jahren nun fertiggestellt. Die OGM hatte auf Wunsch von Stadt und Bund einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Letztendlich konnten die Entwürfe des Berliner Büro Kuehn Malvezzi Projects GmbH überzeugen und der Bau beginnen. „Das neue Jobcenter Oberhausen am Oberhausener Altmarkt setzt ein städtebauliches Ausrufezeichen und bildet zugleich ein belebendes Element für die Alt-Oberhausener Innenstadt“, hob Oberbürgermeister Daniel Schranz das innovative Vorzeigeprojekt hervor. „Weil es gestalterisch und durch die außergewöhnliche Begrünung Maßstäbe setzt, sorgt das Bauwerk bereits heute, weit über die Stadtgrenzen hinaus, für Aufmerksamkeit. Das Gebäude ist ökologisch sinnvoll und wertet das Quartier deutlich auf“, zeigte sich Schranz beeindruckt.

Oberhausen geht neue Wege

Europaweit betrete Oberhausen städtebauliches Neuland. „Das Projekt verbindet Themen, die bisher nicht miteinander in Bezug stehen, wie etwa die Erprobung und Vernetzung von Gebäudetechniken, Haustechnik und der Lebensmittelproduktion in der Innenstadt“, erklärte OGM-Geschäftsführer Horst Kalthoff. „Die Stadt Oberhausen vereint mit dem Projekt »Altmarktgarten« die Bausteine „nachhaltig bauen“, „produzieren“ und „konsumieren“ in einem Projekt. Durch das gebäudeintegrierte innovative Dachgewächshaus im Zentrum der Stadt auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes gehen wir einen völlig neuen Weg“, ergänzte Umweltdezernentin Sabine Lauxen.

Produktionsstätte für nachhaltige Lebensmittel und Ort für Innovation

Das Projekt hat zum Ziel, Gebäudetechnologien und Haustechnik, sowie die Lebensmittelproduktion im verdichteten, innerstädtischen Raum zu erproben und diese miteinander zu vernetzen. Zudem möchte man laut Pressemitteilung Vorbildfunktion für die zukunftsfähige Stadt sein. In Deutschland und auch den Nachbarstaaten sei dieser Ansatz bislang weitgehend einzigartig und bringe ein großes Transferpotenzial mit. Der Altmarktgarten sei somit nicht nur Produktionsstätte für frische und nachhaltige Lebensmittel, sondern auch ein Ort für Innovation.

Projekt kostete über 30 Millionen Euro

Gefördert wurde das Projekt: „Altmarktgarten – Systemlösungen für Grün in der Stadt, Gestaltung und Bau eines gebäudeintegrierten Dachgewächshauses zur nachhaltigen Pflanzenproduktion und als Nukleus für städtebauliche Kultur- und Innovationsprozesse“ durch das damalige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen des Bundesprogrammes „Nationale Projekte des Städtebaus“. Die Investitionssumme für das Gebäude samt Dachgewächshaus betrug über 30 Millionen Euro. Die Fördersumme des Bundes für das integrierte Gewächshaus betrug 2,3 Millionen Euro.