Wirtschaft & Politik

Emsa an Groupe SEB verkauft

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Der französische Konzern SEB muss nur noch die offizielle Zustimmung der Kartellbehörden erhalten, damit der Kauf der Emsa wasserdicht ist. Trotz des neuen Eigentümers will das Unternehmen aus Emsdetten, das zu den bekanntesten Herstellern von Haushalts- und Gartenprodukten aus Kunststoff zählt, alle 750 Arbeitsplätze erhalten.

Die Emsa Geschäftsführung mit (v. l.) Max Harrysson, Dr. Klaus Flacke und Sebastian Moebus sieht mit dem Verkauf an Groupe SEB die Chance, Wachstumspotentiale auszuschöpfen. Foto: Emsa

Groupe SEB will Emsa-Produkte auf internationaler Ebene verkaufen

„Wir sind nun in der Lage, die Produkte der Emsa auf internationaler Ebene an den Verbraucher zu bringen und unser Angebot um zahlreiche Produkte zu erweitern. Dies wird uns ein schnelleres und zugleich nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Daher freuen wir uns sehr, die Teams von EMSA in der Groupe SEB begrüßen zu dürfen“, kommentierte Thierry de la Tour d'Artaise den Kauf des Emsdettener Unternehmens.

Unter dem Dach der Groupe SEB wohnen bereits Markenhersteller wie Krups, Rowenta oder Tefal. Der Kauf der Emsa soll rückwirkend zum 31. Dezember 2015 abgewickelt werden. Weltweit beschäftigt die Groupe SEB an 29 Produktionsstandorten rund 26.000 Mitarbeiter und fuhr im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,77 Milliarden Euro ein.

Geschäftsführung einigt sich auf Verkauf von Emsa

Emsa erwirtschaftete im vergangenen Jahr 106,8 Millionen Euro. Der Verkauf wurde vom bisherigen Gesellschafter Günter Nosthoff gemeinsam mit den Geschäftsführern Dr. Klaus Flacke, Max Harrysson und Sebastian Moebus getätigt, wie das Unternehmen mitteilt. 400 Mitarbeiter zählt Emsa in Deutschland. 2007 eröffnete das Unternehmen Produktionsstandorte in China und Vietnam. Damals stand die Firma nach eigener Aussage vor dem wirtschaftlichen Aus.