Wirtschaft & Politik

Energieeffizienz: neue Förderrichtlinie ab 2019

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Am 1. Januar tritt eine neue Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau in Kraft. Diese hat das Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt veröffentlicht, informiert der Zentralverband Gartenbau (ZVG).

Das Bundesprogramm Energieeffizienz fördert unter anderem den Neubau von Niedrigenergie-Gebäuden für die pflanzliche Erzeugung. Foto: DutchScenery/Fotolia

Bundesprogramm Energieeffizienz bis 2021

Vor dem Hintergrund der Energieeinsparpotenziale der Branche und Investitionsbereitschaft der Gartenbau-Betriebe begrüßt der ZVG, dass das Bundesprogramm Energieeffizienz bis 2021 fortgeführt wird.

Im Vordergrund stehen laut ZVG weiterhin drei Förderansätze:

  • Förderung in Investitionsmaßnahmen
  • Förderung von Energieberatung
  • Förderung des Wissenstransfers

Studie bewertet Einsparpotenziale der unterschiedlichen Förderansätze

Anpassungen wurden laut ZVG auch auf Basis der Begleitstudie zum aktuellen Bundesprogramm Energieeffizienz vorgenommen. Die Studie zur „Ermittlung zusätzlicher Energieeinsparpotenziale und Effizienzreserven in der Landwirtschaft und im Gartenbau“ hatte die Einsparpotenziale der unterschiedlichen Förderansätze bewertet.

In den Jahren 2016 und 2017 sind demnach pro Jahr rund 235 Gigawattstunden durch umgesetzte Projekte des Bundesprogramms eingespart worden.

ZVG fordert „Verstetigung des Programms“

Laut ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer ist die Fortführung des Bundesprogramms bis 2021 „ein wichtiges Signal für unsere investitionsbereiten Unternehmen, die mit der Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Das Programm des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist Fleischer zufolge ein „integraler Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE). Vor diesem Hintergrund fordern wir eine Verstetigung des Programms, um der anhaltenden Nachfrage der Branche zu begegnen“.

Förderung von Neubaumaßnahmen

Bei den investiven Maßnahmen bleibt es dem Zentralverband Gartenbau zufolge bei der Unterscheidung zwischen der Förderung von Einzelmaßnahmen und systemischer Optimierung.

Die Förderung von Neubaumaßnahmen unterscheide nun zwischen Maßnahmen zum Neubau von Niedrigenergiegebäuden für die pflanzliche Erzeugung und dem Neubau von energieeffizienten Anlagen für die Lagerung oder Erstaufbereitung von pflanzlichen Erzeugnissen. Auch die Effizienzkriterien für Kühlanlagen wurden modifiziert.