Wirtschaft & Politik

EU-Delegation besucht Bock Bio Science

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Anlässlich eines fünftägigen Deutschland-Aufenthalts hat die EU-Delegation „Klima und Umwelt“ den Bremer Pflanzenhersteller Bock Bio Science besucht. Besonders im Fokus des Besuches stand die innovative Technik des „RoBoCut“-Produktionssystems zur Pflanzenvermehrung.

Zeigten sich beim unter Corona-Vorschriften stattgefunden Besuch beeindruckt von der Technik bei Bock Bio Science, die Bediensteten der EU. Foto: Maike Menke

EU-Bedienstete zum Austausch zu Gast

Das Auswärtige Amt hat in Kooperation mit dem Goethe-Institut mehrere EU-Bedienstete aus Finnland, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Italien, Polen und der Türkei nach Bremen zu einem fünftägigen EU-Kurs unter dem Titel „Klima und Umwelt“ eingeladen. Im Zuge der sich verschärfenden Klimakrise und einem Umstieg von fossilen Brennträgern hin zu grünen Energieträgern wurde ein Austausch auf Augenhöhe mit Experten verschiedener Branchen organisiert. So machte die Delegation auch Halt beim Pflanzenvermehrungsunternehmen Bock Bio Science on Bremen-Borgfeld.

Nachhaltigkeit im Fokus von Bock Bio Science

Hier tauschten sich die EU-Bediensteten mit den Bremer Experten aus und gingen den Fragen nach, wie nachhaltig eine vollautomatische Pflanzenproduktion ist und wie Künstliche Intelligenz und Pflanzenvermehrung überhaupt zusammenpassen. Friederike und Stephan von Rundstedt haben sich bei Ihrem Rundgang mit diesen Fragen beschäftigt und den prominenten Gästen der Europäischen Union einen spannenden Blick hinter die Kulissen der in Vitro Pflanzenvermehrung ermöglicht. Dabei wurde deutlich aufgezeigt, wie sich das Unternehmen bereits seit Jahren um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz bemüht und seinen CO2-Ausstoß verringert. Bereits seit 2006 werden für die Beheizung der Gewächshäuser ausschließlich CO2-neutrale Holzhackschnitzel verwendet: Hierfür gewann Bock Bio Science 2018 auch den TASPO Award für das beste Energiekonzept des Jahres. Im darauffolgenden Jahr wurde das Unternehmen zudem für sein innovatives „RoBoCut“-System mit dem Bremer Umweltpreis ausgezeichnet. „Gerade in Zeiten des Klimawandels wollen wir und unsere Mitarbeiter einen stetigen Beitrag leisten, den produktionsbedingten CO2-Ausstoß so weit wie möglich zu reduzieren“, sagt Geschäftsführer Stephan von Rundstedt. So wurde 2020 auch eine hauseigene PV-Anlage auf dem Dach in Betrieb genommen. „Mittlerweile wickeln wir einen beträchtlichen Anteil unserer Laborproduktion über die Solarenergie ab“, freut sich Friederike von Rundstedt, Mitinhaberin bei Bock Bio Science.

RoBoCut-System vorgestellt

Im Zentrum des Interesses des Besuches der EU-Delegation stand schließlich das hochmoderne, komplexe Robotorsystem RoBoCut zur in vitro-Pflanzenproduktion. Das System bedient sich dabei fortschrittlichster Hard- und Software, speziell im Bereich Bildverarbeitung und Künstlicher Intelligenz, um zuverlässig, automatisch und kostengünstig ökologisch einwandfreie Pflanzen zu produzieren. Die Systeme ermöglichen es Produzenten weltweit, vor Ort fair für ihre eigenen Märkte zu produzieren. „Ich war sehr überrascht, dass aus einem Familienunternehmen in einem kleinen Vorort von Bremen, eine so großartige Technologie entstanden ist, die zudem auch wirklich nachhaltig orientiert ist. Außerdem freue ich mich zu sehen, dass die Förderung der EU hier gut aufgenommen wird. Wir wollen Unternehmen unterstützen, die aus einer Forschung agieren und mithilfe der EU-Förderprogramme wirklich wirtschaftlich werden. Damit die Wissenschaft und Technologie in Europa bleibt“, sagte Robert Spisiak (Slowakei), Programm Manager der Europäischen Kommission am Rande des Besuches.

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