EU: Erweiterung der Liste invasiver Arten

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Die Wasserhyazinthe gehört bereits zu den von der EU gelisteten invasiven Arten.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) geht davon aus, dass die EU-Kommission die Liste invasiver Arten um zwölf Einträge ergänzen wird. Nach jetzigem Stand rücken vor allem terrestrische Arten in den Fokus der EU-Kommission.

14 Pflanzenarten bisher auf der Liste invasiver Arten

Die Liste wurde 2016 durch eine Verordnung der Union eingeführt. Momentan stehen 14 Pflanzenarten auf der Liste, neun könnten hinzukommen. Die restlichen Einträge entfallen auf Wirbeltiere und Wirbellose.

Ein Listeneintrag hat zur Folge, dass die betreffenden Pflanzen in der Europäischen Union nicht mehr gehandelt und vermarktet werden dürfen. Gehölze seien von der Ergänzung der Liste invasiver Arten voraussichtlich nicht betroffen, wie der BdB berichtet.

Die EU plant, folgende Staudensorten der Liste invasiver Arten hinzuzufügen:

  • Asclepias syriaca (Gewöhnliche Seidenpflanze)
  • Gunnera tinctoria (Chilenischer Riesenrhabarber)
  • Pennisetum setaceum (Afrikanisches Lampenputzgras)

BdB blickt mit Sorge auf Vorschläge

Mit großer Sorge blicke der Verband auf die ersten Vorschläge und Entwürfe innerhalb der EU-Datenbank. „Neben bekannten Vertretern wie dem Götterbaum (Ailanthus altissima) werden auch grundsätzlich allgemein formulierte Gattungsvorschläge eingereicht. So wird aktuell die Aufnahme der sogenannten Schlangenkopffische (Channa sp.) diskutiert. Die Gattung enthält nach aktuellem Kenntnisstand 27 Arten, die sich weitestgehend auf Südostasien verteilen. Nur bei wenigen Arten ist eine gewisse Tendenz zur tatsächlichen Invasionsfähigkeit bekannt. Es droht an dieser Stelle eine massive Handelsbeschränkung“, teilt der BdB mit.

Invasive Arten: keine verallgemeinerte Aufnahme von Gattungen

Eine verallgemeinerte Aufnahme von Gattungen in die Liste invasiver Arten lehnt der Baumschulverband ab. Klare und gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse sollen nach Ansicht des Verbandes die Grundlage für eine Ergänzung bilden. Die grundsätzliche Ausrichtung solle sich darauf konzentrieren, die Einschleppung invasiver Arten in das EU-Hoheitsgebiet zu verhindern.

Bereits etablierte und in Teilen anerkannte Arten sollten aus Sicht des BdB nicht auf die Unionsliste gelangen. Um diesem Vorhaben auf EU-Ebene Gehör zu verschaffen, will der nationale Verband mit dem Europäischen Baumschulverband ENA weiterhin eng zusammenarbeiten.

 

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