Wirtschaft & Politik

FloraHolland: weniger Angebot, höhere Preise

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Einen Umsatzrückgang von drei Prozent verbucht die Royal FloraHolland für die erste Vier-Wochen-Periode 2017. Die Ursache dafür sieht die niederländische Vermarktungsorganisation in dem um neun Prozent niedrigeren Angebot als zu Beginn des Vorjahres. Der Marktbericht nennt dafür mehrere Gründe.

Versteigerung am Royal FloraHolland Standort Eelde. Foto: Royal FloraHolland

So gab es etwa wegen des kalten Wetters weniger Rosen aus Afrika. Zum Jahreswechsel blieb die Versteigerung zwei Tage geschlossen, im Vergleich zu vier Tagen im Vorjahr. Daher wurde in der ersten Woche 2016 die Produktion von vier Tagen verkauft. Insgesamt hatte die Periode 1 die gleiche Anzahl Versteigerungstage wie im Vorjahr.

Versorgung mit Schnittblumen ging am stärksten zurück

In Mittel- und Südeuropa herrschte schreckliches Winterwetter, was zu einer geringeren Nachfrage gegenüber dem Vorjahr führte. Die Versorgung mit Schnittblumen ging am stärksten zurück, vor allem bei Rosen und Tulpen. Aufgrund des niedrigeren Angebots stieg das durchschnittliche Preisniveau um sechs Prozent. Das kompensierte einen Großteil der Umsatzveränderung.

Bei den Schnittblumen stieg der Anteil des Direkthandels um 2,2 Prozentpunkte auf 35,9 Prozent. Dabei legten die bereits häufig über den Direkthandel verkauften Produkte stärker zu als andere. Insgesamt stieg der Anteil des Direkthandels weiter an. Bei den Zimmerpflanzen erhöhte sich der Anteil um 2,7 Prozent auf 78,3 Prozent.

Die Wachstumsgrenze ist in diesem Bereich offensichtlich noch nicht erreicht. Gartenpflanzen legten im Direkthandel um 6,1 Prozent zu und folgen dem Trend der Zimmerpflanzen. „Bulb-in-pot“-Produkte verkauften sich vergleichsweise weniger über den Direkthandel.

Preise für Rosen und Tulpen besser als im Vorjahr

Der Umsatz für Schnittblumen ging um 2,8 Prozent zurück. Die Anlieferung war neun Prozent niedriger, der Durchschnittspreis sieben Prozent höher. Vor allem die Anfuhr von Tulpen und Rosen war geringer, während viele zusätzliche Eustoma angeliefert wurden. Der Preis für Tulpen und Rosen war besser im Vergleich zum Vorjahr, der für Eustoma blieb dagegen zurück.

Der Durchschnittspreis der Zimmerpflanzen stieg um 2,4 Prozent, doch das Angebot schrumpfte um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Kalanchoe wurde elf Prozent mehr geliefert, während der durchschnittliche Preis um neun Prozent sank. Bei Phalaenopsis wurden neun Prozent weniger verkauft, während der Preis in etwa gleich blieb.

Der Absatz von Gartenpflanzen ging um 20 Prozent zurück. Das durchschnittliche Preisniveau stieg um 30 Prozent. Die Verkäufe von Primeln wurden stark reduziert – die Stückzahl sank um 20 Prozent. Dies führte zu einem größeren Interesse an anderen Produkten, beispielsweise Helleborus. Infolgedessen stieg der Durchschnittspreis, während das Preisniveau etwa gleich ausfiel.