Wirtschaft & Politik

Gartenbau: Unberechenbarkeit der Politik gefährdet Existenzen

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Die von CDU, CSU, SPD und GRÜNE festgelegte CO2-Steuer von 25 Euro pro Tonne Kohlendioxid ab 2021, mit einer Steigerung auf 55 Euro pro Tonne bis 2025, zeigt, dass alle Parteien immer noch nicht verstanden haben, dass unsere Gartenbau-Betriebe im internationalen Wettbewerb stehen. Dies macht der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung deutlich.

Der moderne Gartenbau wirtschaftet immer nachhaltiger bei der Erzeugung von Gemüse, Obst und Zierpflanzen. Foto: Erwan Hesry/Unsplash

Immer höhere Steuerlasten für Gartenbau-Betriebe

„Gartenbau-Betrieben werden ohne Sinn und Verstand immer höhere Steuerlasten aufgebürdet. Dabei haben wir schon den höchsten Strompreis in der EU und die höchsten Steuer- und Sozialabgaben weltweit“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes, der mit Nordrhein-Westfalen das Gartenbau-Land Nummer 1 in Deutschland vertritt.

Der Gartenbau präge dadurch wie keine andere Branche das Leben und die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen und sei wie keine andere Branche abhängig vom Klima, hebt der Landesverband Gartenbau NRW hervor. Denn vom Gärtner werde die Bereitstellung von Frischware für den Markt von Obst, Gemüse und Zierpflanzen erwartet, dessen Qualität von den Witterungsbedingungen beeinflusst wird.

Gartenbau wirtschaftet immer nachhaltiger

Innovative Entwicklungen wie stress- und hitzetolerante Pflanzen, umweltfreundliche Verpackungen, Bio-Dünger sowie Technologie-Einsatz für Strom- und Wassereinsparungen zeigten, dass der Gartenbau immer nachhaltiger wirtschaftet.

Verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen, das sollte das Ziel einer Politik sein, die regionale Produktion fördern möchte, heißt es in der Pressemitteilung des Verbands weiter. Wenn Abgaben höher und deutsche Insellösungen geschaffen werden, aber gerade der Gartenbau in direkter Konkurrenz mit unseren EU-Nachbarn stehe, komme die deutsche CO2-Steuer einem staatlich verordneten Wettbewerbsnachteil gleich.

„Wir Gärtner sind Teil der Lösung“

Deshalb sei eine EU-Harmonisierung der CO2-Besteuerung unerlässlich, wenn noch größere Wettbewerbsnachteile für deutsche Betriebe vermieden werden sollen. Sonst werde das Ergebnis sein, dass immer mehr Betriebe nicht mehr existenzfähig sind.

„Wir Gärtner sind Teil der Lösung für die zukünftigen Klimaherausforderungen, denn unsere Pflanzen schaffen Biodiversität, spenden Schatten und reinigen die Luft. Wir können Klima. Wenn die Politik uns lässt“, so Verbandspräsidentin Kähler-Theuerkauf.