Wirtschaft & Politik

Gartenbaubetrieb prellt Sozialkassen und Finanzamt

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Schwarzarbeit: Über fünf Jahre hinweg hat ein Gartenbau-Unternehmen aus dem Emsland das Finanzamt und die Sozialkassen hinters Licht geführt. Die Geschäftsführer stellten Arbeitnehmer ein, ohne diese wahrheitsgemäß anzumelden. Wie das Hauptzollamt Osnabrück meldet, belaufen sich die Verbindlichkeiten über 310.000 Euro.

50.000 Euro Strafe plus die Rückstände an Sozialkassen und Finanzamt muss ein Gartenbau-Unternehmen nun zahlen, da die Geschäftsführer Schwarzarbeiter eingestellt hatten. Foto: smuki / Fotolia

Schwarzarbeit: Gartenbaubetrieb bucht Löhne auf fiktive Mitarbeiter

Das Unternehmen hatte die Mitarbeiter aus Polen von 2010 bis 2015 lediglich als geringfügig Beschäftigte bei den Behörden angemeldet, obwohl diese eigentlich mehr verdienten. Bei der Lohnabrechnung ließen die Geschäftsführer die Beträge, die über den Lohn von 450 Euro hinausgingen, auf geringfügig beschäftigte Mitarbeiter buchen, die zwar in den Unterlagen der Buchhaltung existierten, aber gar nicht im Betrieb angestellt waren.

Sozialkassen und Finanzamt melden 310.000 Euro Schaden

Außerdem führte das Gartenbau-Unternehmen die sozialversicherungspflichtigen Sachbezüge für die freien Unterkünfte der polnischen Mitarbeiter nicht in voller Höhe ab. Der entstandene Schaden für die Sozialkassen beträgt laut Hauptzollamt 225.000 Euro für die Sozialkassen und 85.000 Euro für das Finanzamt.  

Aufgrund der umfassenden Geständnisse der Geschäftsführer und der vollständigen Begleichung des Schadens wurden die Verfahren durch das Amtsgericht Osnabrück gegen eine Auflage von 50.000 Euro für gemeinnützige Zwecke eingestellt.