Wirtschaft & Politik

Glyphosat: Abstimmung am Montag

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Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, den Wirkstoff Glyphosat europaweit vorläufig über 12 bis 18 Monate zuzulassen. Damit hat sich die Diskussion um ein Verbot oder eine Zulassung für zehn bis 15 weitere Jahre kein Stück weiterbewegt. Am kommenden Montag sollen die EU-Mitgliedsstaaten über diesen Vorschlag abstimmen.

Die EU-Kommission tritt für eine vorläufige Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ein. Foto: Dusan Krostic Fotolia

Abstimmung: Läuft die Zulassung für Glyphosat Ende Juni aus?

Sollten die Nationen einer befristeten Verlängerung nicht zustimmen, läuft die Zulassung für Glyphosat Ende Juni aus. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hält eine vorrübergehende Lösung deshalb für sinnvoll, weil dann die Europäische Chemikalienagentur weiter testen kann, ob Glyphosat nun wirklich krebserregend ist.

EU-Kommission will Krebsrisiko weiter prüfen

Bis ein schlüssiges Ergebnis vorliegt, empfiehlt Andriukaitis, den Einsatz von Glyphosat auf öffentlichen Plätzen, an Spielplätzen und in Gärten einzuschränken. Außerdem soll das Sprühen auf Nutzpflanzen kurz vor der Ernte reglementiert werden.

EU-Staaten dürfen Glyphosat auf eigenem Territorium verbieten

Sollte es zu einer Abstimmung am Montag kommen, will sich die Bundesrepublik ihrer Stimme enthalten. In der Regierung herrscht Uneinigkeit, wie mit Glyphosat weiter verfahren wird. Andriukaitis wies darauf hin, dass jeder EU-Mitgliedsstaat das Recht eingeräumt bekommen soll, das Herbizid zu verbieten, auch wenn eine europaweite Zulassung besteht.