Wirtschaft & Politik

Griechenland: Gartenbau als Krisengewinner?

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Die Schuldenkrise in Griechenland spitzt sich immer weiter zu: Viele Banken stehen vor dem Aus und die Regierung hat den Geldverkehr begrenzt – mit drastischen Auswirkungen für die griechische Bevölkerung. Doch wie ergeht es derzeit eigentlich den griechischen Gartenbau-Unternehmen?

Die Griechenlandkrise hat auch Folgen für den dortigen Gartenbau. Foto: Fotolia

Gartenbau-Produzenten können nichts bestellen

Einem Bericht des internationalen Online-Portals „floral daily“ zufolge, führt die Schließung der Banken in Griechenland dazu, dass Gartenbau-Produzenten momentan kein neues Saatgut, Dünger oder technische Ausstattung bestellen können, weil sie die Importe nicht bezahlen können. „Das Geld ist da, aber sie sind einfach nicht in der Lage, die Rechnungen zu begleichen“, wird dazu Christos Katsanos, griechischer Landwirtschaftsberater der DKG Group, zitiert.

Die Lage, so schätzt er, werde sich weiter verschlimmern, wenn sich die Situation nicht verbessere. Dennoch bleibt der Katsanos optimistisch: Die Krise werde zu einer positiven Entwicklung des Gartenbaus beitragen – Exporte seien derzeit sehr attraktiv, und auch die Notwendigkeit der Nahrungsmittelproduktion werde steigen. „Für mich sind Gartenbau und Landwirtschaft in Griechenland derzeit die einzigen Sektoren, bei denen ich zuversichtlich bin“, so Katsanos.