Wirtschaft & Politik

Großbritannien stimmt für Brexit

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Großbritannien bleibt nicht in der EU. Für Exportländer von Gartenbauprodukten wie Kenia geht der Brexit höchstwahrscheinlich mit finanziellen Einbußen einher. David Cameron tritt zurück und Niedersachsens Wirtschaftsminister spricht von einem „schweren historischen Fehler“.

Knapp: 52 Prozent der Briten haben für den Brexit gestimmt. Foto: vchalup Fotolia

Brexit: David Cameron wirft das Handtuch

Die Abstimmung lief nicht so, wie es sich David Cameron gewünscht hätte. 52 Prozent der Wähler stimmten für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Der Premierminister hatte sich in den vergangenen Wochen vergeblich für einen Verbleib der Monarchie im Staatenbündnis stark gemacht. Im Angesicht des Brexit kündigte er seinen Rücktritt zum Herbst an.

Export von Schnittblumen: Wie geht es für Kenia weiter?

Exportländer wie Kenia, das seine Wirtschaft unter anderem über die Ausfuhr von Schnittblumen nach vorne bringen will, könnten unter dem Brexit deutlich leiden. „Alle Handelsbeziehungen und die entsprechenden Verträge müssen jetzt neu ausgehandelt werden“, ist sich Jane Ngige, Geschäftsführerin der Kenya Flowers Association, sicher. Außerdem steht das Land bereits jetzt unter Druck, denn wenn Kenia kein Handelsabkommen mit der EU unterzeichnet, drohen Verluste von rund 35 Millionen Euro pro Monat.

Wirtschaftsminister Lies spricht von „schwerem historischem Fehler“

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies findet deutliche Worte für den Brexit: „Ich bedauere den Austritt Großbritanniens aus der EU sehr und halte die Entscheidung für einen schweren, historischen Fehler. Für mich gibt es keinen Zweifel, dass die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und dem übrigen Europa Schaden nehmen werden.

Natürlich wird es auch negative Auswirkungen auf Deutschland und Niedersachsen haben, wenn das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil des Europäischen Binnenmarktes ist. Dessen Vorzüge werden sich nicht so schnell durch bilaterale Handelsabkommen ersetzen lassen. Wirtschaft und Handel stehen vor einem schwierigen Prozess und werden sich deutlich umstellen müssen.“