Wirtschaft & Politik

Grüne Verbände fordern einheitliches Vorgehen

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Bund und Länder haben sich in dieser Woche auf weitere Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie geeinigt. Demnach werden die bisherigen Maßnahmen grundsätzlich bis zum 3. Mai 2020 verlängert. Der Beschluss werde nun von den Bundesländern in Rechtsverordnungen umgesetzt. Vor diesem Hintergrund fordern die Grünen Verbände dabei ein bundeseinheitliches Vorgehen, um den „Flickenteppich“ zu beenden.

Die Absatzwege für Blumen und Pflanzen wären wieder frei, jetzt fordern die Verbände Einheitlichkeit bei der Umsetzung der Landesvorschriften. Foto: Anthony Fomin / Unsplash

Verbände stellen gemeinsam Forderung nach Einheitlichkeit

In einer gemeinsamen Pressemitteilung fordern die Grünen Verbände Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI), der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), der Industrieverband Garten (IVG), der Verband Deutscher Garten-Center (VDG) und der Zentralverband Gartenbau (ZVG) ein bundeseinheitliches Vorgehen bei den weiteren Krisen- und Öffnungsmaßnahmen in Deutschland. Die am Mittwoch getroffene Bund-Länder-Vereinbarung sollte nun für gleiche Voraussetzungen im gesamten Bundesgebiet sorgen und nicht zu unterschiedlichen Vorgaben in den einzelnen Bundesländern.

Alle Absatzwege für Blumen und Pflanzen wieder geöffnet

Die risikoangemessenen Maßnahmen werden deutlich befürwortet, um das Wirtschaftsleben wieder aufzunehmen. Mit der in der Bund-Länder-Vereinbarung angekündigten Öffnung von Geschäften bis 800 qm Verkaufsfläche könnten perspektivisch alle Absatzwege für Blumen und Pflanzen wieder geöffnet werden. Die derzeit unterschiedliche Auslegung auf Länder-, Landkreis- und sogar Kommunalebene zur Öffnung von Gärtnereien, Gartencentern und Baumärkten sowie Blumenläden seien dagegen nicht nachvollziehbar. Ebenso kritisieren die Verbände, dass Konsumenten sowie Unternehmen davon gleichermaßen verunsichert werden. Weiterhin sprechen die Verbände laut Mitteilung ihre Sorge darüber aus, dass einzelne Bundesländer bereits ankündigten, dass sie mit den Lockerungen unterschiedlich vorgehen werden.

Hinweis auf gemeinsame Handlungsempfehlungen

Die Verbände appellieren auch nochmals deutlich an die jetzt wieder geöffneten Geschäfte, sich streng an die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zu halten. Bereits vor einigen Wochen wurden gemeinsame Handlungsempfehlungen (TASPO Online berichtete) herausgegeben. Unter dem neuen Online-Portal www.mit-abstand-gruen.dekönnen sich Gärtner, Gartencenter, Gartenfachmärkte und Baumärkte eintragen und damit sichtbarmachen, dass sie sich zu diesen Sicherheitsempfehlungen bekennen. „Ohne Wirtschaft wird es keine Bewältigung der Krise geben“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Deswegen seien die vorsichtigen Schritte der Öffnung der richtige Weg. Bei der Umsetzung der Länder in Rechtsverordnungen ist es dringend geboten, einheitlich bei der Bewertung von Gärtnereien, Gartencentern und Baumärkten sowie Blumenläden vorzugehen, wird nochmals betont. „Gartencenter, die trotz vorbildlicher Abstands- und Hygienemaßnahmen nicht öffnen dürfen, sind existenziell gefährdet!“, unterstreicht VDG-Geschäftsführer Peter Botz. „Unsere Sicherheitsmaßnahmen funktionieren und sind nicht abhängig von Bundesländern oder Kommunen.“ führt BHB-Geschäftsführer Peter Wüst weiter aus. „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Baumärkte und Gartencenter die Schutzmaßnahmen wirkungsvoll umsetzen konnten“, ergänzt IVG-Geschäftsführerin Anna Hackstein. Jetzt gilt es, dieses vorbildliche Vorgehen bundesweit einheitlich zu bewerten.

BGI-Geschäftsführer Frank Zeiler verweist auf den erheblichen Beitrag der deutschen Großhändler mit ihren logistischen Dienstleistungen für die Absatzsicherheit der Zierpflanzenproduktion und für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger: „Dazu braucht der Großhandel für den Wiederaufbau der logistischen Strukturen von der Gärtnerei bis zum Einzelhandel zuverlässige und einheitliche Entscheidungen der Politik über die Einkaufsmöglichkeiten der Verbraucher.“

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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