Wirtschaft & Politik

Grünen-Politikerin setzt sich für Gärtnereien ein

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Die bayerische Grünen-Politikerin Rosi Steinberger hat sich gegen die von der Landesregierung beschlossenen Einschränkungen und das Verkaufsverbot von Pflanzen im Freistaat ausgesprochen und sehe Gärtnereien im Zuge der aktuellen Regelungen in ihrer Existenz bedroht.

Rosi Steinberger von den Grünen macht sich für Gärtnereien in Bayern stark. Foto: Peter Litvai

Regelungen in Bayern nicht nachvollziehbar

„Die aktuellen Regelungen bedrohen die selbstproduzierenden Gärtnereien in ihrer Existenz“, sagt die grüne Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger auf ihrer Homepage. „Die Vorgaben dazu, welche und wie sie ihre Waren verkaufen dürfen, sind kompliziert und widersprüchlich.“ Gärtnereien dürfen in Bayern demnach ausschließlich Waren, die der Lebensmittelversorgung dienen, wie Obst, Gemüse, Salat- und Gemüsepflanzen, sowie selbstgezüchtete Jungpflanzen als Setzlinge verkaufen. „Die Gärtner dürfen aber Schnittblumen oder Zierpflanzen nur über das Internet oder nach telefonischer Bestellung verkaufen und müssen die Ware ausliefern“, so Steinberger. Die Vorsitzende im Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz ergänzt: „Aber auf Wochen- und Bauernmärkten dürfen die Gärtnereien doch wieder Zierpflanzen verkaufen, wenn das Angebot an Lebensmitteln überwiegt“, ergänzt Steinberger, die zudem Vorsitzende im Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz ist.  Diese Regelungen seien nicht nachvollziehbar und würden den Gärtnereien den Verkauf ihrer Produkte unnötig erschweren.

Grünen Politikerinnen fordern Öffnung von Gärtnereien

„Die Gärtnereien, die ein breites Angebot an Gehölzen, Saatgut, Kräutern, Gemüsesetzlingen und Blumen verkaufen, stecken nun in einem Dilemma. Wenn auch Tankstellen, Wochenmärkte und Lebensmittelgeschäfte Gemüsesetzlinge, Balkon- und Zierpflanzen verkaufen dürfen, müssen wir hier für Gleichbehandlung sorgen“, ergänzt auch Gisela Sengl, die landeswirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag. Die beiden Politikerinnen fordern deshalb, unter Beachtung der Sicherheits- und Hygieneregeln müsse den Gärtnereien die Öffnung ihrer Ladengeschäfte vollumfänglich erlaub werden.

Menschen seien bereit, viele Regelungen zu akzeptieren

In dieser außergewöhnlichen Situation seien die Menschen bereit viele Regelungen zu akzeptieren, ist sich Rosi Steinberger sicher. Wie mit den Gärtnereien in Bayern aktuell umgegangen werde, könne allerdings niemand nachvollziehen.

Der Bayerische Gärtnerei-Verband (BGV) und die Gärtner reagierten auf das Verkaufsverbot bereits frühzeitig und riefen den Lieferservice unter www.gaertner-in-bayern.de ins Leben, unter dem mehr  als  160  Gärtnereien  zu  finden seien,  die ihre Kunden kontaktfrei beliefern. Die Umsatzverluste können aber selbst dadurch nur in gewissem Maße abgefedert werden. Medienberichten zufolge soll die Bayerische Landesregierung nach dem Bund-Länder-Beschluss dieser Woche planen, auch Gärtnereien in Bayern ab dem 20. April wieder zu öffnen. Damit hätten die Grünen mit ihrer Kritik an den Regelungen im Bayerischen Landtag Erfolg gehabt. 

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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