Wirtschaft & Politik

Gruppe Deutscher Blumengroßmärkte: Valentinstag hat Potenzial

Der Januar ist für den Blumengroß- und -einzelhandel, insbesondere im Vergleich zum vergangenen Jahr, gut bis sehr gut angelaufen. Das ergab eine Umfrage unter den acht Teilnehmern der „Gruppe Deutscher Blumengroßmärkte“. „Die Witterung hat das Geschäft begünstigt“, meint Hans-Georg Biller vom Blumengroßmarkt in Mannheim. In München wurde vor allem durch die „Grünpflanzentage“ ein gutes Geschäft gemacht. „Wenn die Weihnachtsbäume nach dem 6. Januar abgeräumt werden, propagieren wir, die Dekorationslücke durch Grünpflanzen zu füllen“, erklärt Günter Herzog vom Blumengroßmarkt in München. Auch in Hamburg und Berlin ist man zufrieden. „Die Fachgeschäfte konnten die Ware vor der Ladentür präsentieren – das lockt die Endverbraucher“, meint Klaus Bengtsson vom Hamburger Blumengroßmarkt. Und mit Blick auf die Wochenmärkte ergänzt der Berliner Peter Skowasch: „Dort konnten Heizkosten eingespart und offensiv präsentiert werden.“ Zuversichtlich ist man auf den Märkten ebenfalls im Hinblick auf den Valentinstag. „Der 14. Februar liegt auf einem Mittwoch, das ist gut“, fasst Herbert Kettermann aus Dortmund die allgemeine Meinung zusammen. Und Siegfried Wisotzky (Blumengroßmarkt Frankfurt) sieht in diesem Blumengeschenkanlass „ein großes Potenzial – insbesondere wenn man die viel höhere Bedeutung des Valentinstages in den angelsächsischen Ländern betrachtet.“ Genau darin liegt aber auch die Schwierigkeit für den Blumenhandel in Deutschland. Durch die enorme internationale Nachfrage insbesondere nach roten Rosen steigen die Preise. Eine Chance hier entgegenzusteuern, sieht Herbert Brockerhoff vom Düsseldorfer Blumengroßmarkt „in den zu verstärkenden Bemühungen des Einzelhandels, den Verbrauchern Alternativen zur roten Rose anzubieten.“ Dazu gibt es im Marktblatt, der Publikation der Gruppe Deutscher Blumengroßmärkte, eine ausführliche Auflistung von roten Blumen.