Wirtschaft & Politik

Hoher Ölpreis bereitet Sorgen: Alle Möglichkeiten der Energieeinsparung nutzen

Die Ölpreis-Steigerungen der letzten Wochen sind extrem und zeigen sich nicht nur an der Tankstelle, sondern auch beim Heizöl: In Kalenderwoche 36 betrug hierfür der Durchschnittspreis ohne Mehrwertsteuer beispielsweise in Stuttgart (Quelle: Firma Scharr, Stuttgart) je 100 Liter Heizöl (bei Abnahme von 10000 Liter) noch 50,4 Euro, in der Kalenderwoche 44 waren es schon 56,1 Euro und nun sind es (Kalenderwoche 46) aktuell 59,6 Euro je 100 Liter Heizöl. Bei diesen Preissteigerungen ist es den Gärtnern kaum noch möglich ohne weiteres gegen zu steuern. Wir baten Heinz Herker, Präsident des Zentralverband Gartenbau (ZVG), vor diesem Hintergrund um ein Statement zur Situation im Gartenbau. Trotz der stark steigenden Ölpreise warnt Herker vor Überreaktionen zumal der Markt zuzeit in hohem Maße spekulativ aufgepuscht ist. Aus diesem Grund sollten die Gärtner alle Möglichkeiten der Energieeinsparung nutzen, um ein betriebsindividuelles Energiekonzept zu entwickeln. Dies sei die einzige Möglichkeit, um den steigenden Preisen begegnen zu können. Positiv sei, so unterstrich Herker, dass die Energieeffizienz in den Betrieben in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Dies zeige, dass die Branche aktiv handle.

Bei der Suche nach alternativen Energiequellen empfiehlt Herker die Hilfe von Beratungstellen, wie beispielsweise die der Landwirtschaftkammern. Welche Alternativen sich anbieten, sei aber je nach Region und Betriebsumgebung sowie den Bedürfnissen der jeweiligen Betriebe sicherlich unterschiedlich zu beurteilen.

In diesem Zusammenhang appellierte Herker an die Politik, keine neuen Belastungen, wie sie womöglich durch die noch im Raum stehenden Rückzahlungsverpflichtungen aus der Mineralölsteuerrückerstattung entstehen könnten, zuzulassen. Ein positives Signal sei dennoch da: Der ZVG setzt in Abstimmung mit den Bundeslandwirtschaftsministerium, auf ein neues Energieförderprogramm für den Gartenbau. Dabei ist für 2008 ein Pilotprogramm geplant. Das Energieförderprogramm soll dann 2009 starten.