Wirtschaft & Politik

Innovative Ideen zum urbanen Gartenbau gesucht

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Dass sich der Gartenbau nicht mehr nur auf ländliche Gegenden beschränkt und auch im urbanen Raum für mehr Lebensqualität und Gesundheit sorgt, ist mittlerweile unbestritten. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert daher innovative Ideen zum Gartenbau im urbanen Raum.

Bis Ende März können innovative Projektideen zum urbanen Gartenbau beim BLE eingereicht werden. Foto: MikeMcLaren/ Pixabay

Positive Auswirkungen von urbanem Gartenbau

Die Bevölkerung in den urbanen Zentren der Welt wächst zunehmend. In Deutschland gehen Schätzungen davon aus, dass sich der Anteil der im urbanen Raum lebenden Bevölkerung bis 2030 auf 78 Prozent steigern werde. Dieser anhaltende Trend führt zusammen mit dem baulichen Entwicklungsdruck und dem zunehmenden Verkehr zu einer intensiveren Nutzung des Lebensraums Stadt. Die Forderung nach mehr grüner Infrastruktur wird parallel dazu immer lauter und auch gehört. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die EU Projekte zu mehr Grüner Infrastruktur fördert (TASPO Online berichtete). Unbestritten ist damit auch, dass sich neben grüner Infrastruktur auch urbaner Gartenbau und die dadurch gewonnen Produkte positive Effekte auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Gleichzeitig können Extremwetterereignisse dadurch ebenfalls abgemildert werden.

Innovative Ideen zum urbanen Gartenbau gesucht

Auch beim BMEL hat man die Zeichen der Zeit erkannt und in der Bekanntmachung „Innovationen im urbanen Gartenbau“ den Fokus auf Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die auf innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen und Konzepte für den Gartenbausektor im urbanen Raum abzielen gelegt. Bis einschließlich 26. März 2021 können Projektideen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden. Neben Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen auch für Ideen zur Nachhaltigkeit, Stadtgrünnutzung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion mit bis zu 70 Prozent gefördert werden. Weiterführende Informationen zum Programm und Hinweise zu den Anträgen sind unter diesem Link zu finden.

ZVG begrüßt Projektförderung zum urbanen Gartenbau

„Mit der jetzigen Ausschreibung wird das vierte von fünf Forschungsfeldern, die im Hortinnova-Prozess entwickelt wurde, abgedeckt“, sagt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer zu dem Vorhaben des BMEL. Beim ZVG trifft das Fördervorhaben damit auf große Zustimmung, da insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können zeigen, wie sie den urbanen Gartenbau mit ihrem Know-how in Zukunft prägen wollen. Der ZVG hatte an der vorbereitenden AG teilgenommen und Fragestellungen aus der Praxis in die Diskussion eingebracht.

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