Wirtschaft & Politik

Invasive Arten: Pennisetum und Gunnera nicht listen

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Die EU-Liste der invasiven, gebietsfremden Arten hat ihr erstes Update bekommen. An der Konsultation dazu war unter anderem der Zentralverband Gartenbau (ZVG) beteiligt, der sich gegen eine Listung von Pennisetum setaceum und Gunnera tinctoria ausgesprochen hat.

Der ZVG hat die Listung von Pennisetum setaceum abgelehnt. Foto: Pixabay

Pennisetum und Gunnera von Bedeutung für gärtnerischen Fachhandel

Beide Arten sind für den gärtnerischen Fachhandel von Bedeutung, begründet der ZVG seine Ablehnung, Pennisetum vor allem als Containerpflanze im Zierpflanzenbau. Zudem sind im Handel Hybride von Pennisetum setaceum und somit sterile Züchtungen erhältlich, betont der Gartenbauverband.

Eine EU-weite Invasion lasse sich ausschließen, da eine Verbreitung der Pflanze lediglich in Teilen Spaniens sowie auf den balearischen und kanarischen Inseln zu befürchten sei. Darüber hinaus sei Pennisetum setaceum im überwiegenden Teil des Unionsgebiets nicht winterhart und alleine schon deshalb eine Verdrängung anderer Arten auszuschließen.

Invasion durch Gunnera tinctoria ausgeschlossen

Ebenfalls nicht winterhart ist Gunnera tinctoria, weshalb eine Invasion auch hier nicht wahrscheinlich sei. Zudem, so der ZVG, entspricht die Pflanze „nicht den Kriterien, wie sie in der Verordnung 1143/2014 für invasive Arten mit unionsweiter Bedeutung gelistet sind“. Insofern bestehe nur ein moderates Risiko, „und dies auch nur für Gebiete wie Großbritannien, Irland und gegebenenfalls dem Nordwesten der Iberischen Halbinsel“, wie der ZVG anführt.

Nachdem die EU-Kommission bereits weitere Updates der Liste invasiver Arten angekündigt hat, will sich der ZVG auch künftig „kritisch in die Listung solcher Arten einbringen, die für den gärtnerischen Fachhandel von Bedeutung sind“, so der Gartenbauverband.