IVG zieht positives Fazit nach erstem digitalen DTHT

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Zu Beginn diskutierten Gero Hocker (FDP, unten links), Simon Tabeling (Hawita, oben links), Ulrich von Glahn (Floragard Gruppe, oben rechts) und Anna Hackstein (IVG, unten rechts) über den aktuellen Stand. Bild: IVG.

Der Deutsche Torf- und Humustag (DTHT) sei erfolgreich verlaufen, auch wenn eine Präsenzveranstaltung nicht möglich war und das Branchentreffen der deutschen Erdenindustrie digital stattfinden musste.

Rund 100 Teilnehmer bei virtuellem DTHT

Nachdem der jährliche DTHT im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie abgesagt werden musste, setzten die Veranstalter vom Industrieverband Garten (IVG) in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt voll und ganz auf ein digitales Zusammentreffen. „Wir sind mit der Beteiligung sehr zufrieden“, sagte Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG im Nachgang. Laut Verband meldeten sich rund 100 Vertreter der Erden- und Substratbranche zum Event an, bei dem in diesem Jahr vor allem die Torfminderungsstrategie der Bundesregierung und dessen Auswirkungen auf die Hersteller von Blumenerden und Kultursubstraten in Deutschland thematisiert wurde.

Internationale Referenten kommen zu Wort

Zu Beginn stand eine Diskussionsrunde auf dem Programm, in der sich Politiker Gero Hocker (FDP), Simon Tabeling (Hawita), Ulrich von Glahn (Floragard Gruppe) und Anna Hackstein (IVG) über die aktuellen Entwicklungen der Torfminderungsstrategie austauschten. Am Ende wurde deutlich, dass sich Politik und Branche dringend auf Augenhöhe begegnen müssen, um ein für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis erreichen zu können. Weiter ging es mit einem Vortrag von Matthias Hladky, Leiter Projektentwicklung bei CPC Germania. Hladky skizzierte darin den derzeitigen Entwicklungsstand von erneuerbaren Energien in Deutschland und setzte deren Nutzen für die Torfindustrie in einen Zusammenhang. Anschließend kam Cecilia Luetgebrune, Generalsekretärin Growing Media Europe AISBL zu Wort. In ihrem Vortrag „Quo Vadis, Peat? Eine Einschätzung aus europäischer Sicht“ verdeutlichte sie den wachsenden politischen Druck auf Torf in Europa und die derzeitigen nationalen Unterschiede. Sie zeigte dabei auf, was die Politik von der Erdenindustrie erwartet und wie diese mit den Forderungen umgehen kann.

BMEL verdeutlicht Torfminderungsstrategie

Nach einer Pause übernahm schließlich Dr. Thomas Schmidt, Dipl. Ing. agr. im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Wort und richtete den Fokus wieder auf nationale Ebene mit seinen Ausführungen zur Torfminderungsstrategie des BMEL und darüber, wie es weitergehen solle und was die Strategie seiner Meinung nach für die gesamte Branche bedeute. Zum Abschluss übernahm Christian Nienhusmeier, Sales Manager bei Premier Tech Systems and Automation und zeigte aktuelle Trends und Entwicklungen in der Substratproduktion auf. Im kommenden Jahr plane man laut Hackstein dann wieder mit einer traditionellen Präsenzveranstaltung in Bad Zwischenahn.

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