Wirtschaft & Politik

Schnittblumen-Preise drücken Umsatz bei Royal FloraHolland

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Vier Prozent weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum hat die Royal FloraHolland von Mitte Juni bis Mitte Juli erwirtschaftet. Hauptursache für das Minus sind laut der Versteigerung die im Vergleich niedrigeren Schnittblumen-Preise.

Royal FloraHolland: Weniger Umsatz durch schlechtere Schnittblumen-Preise. Foto: Royal FloraHolland

Schnittblumen-Umsatz sinkt um 13 Prozent

Zwar lag der Durchschnittspreis von 21 Cent immer noch über dem langfristigen Mittelwert, so die Vermarktungsorganisation. In der Vergleichsperiode 2016 erzielten Schnittblumen allerdings – bei gleicher Menge – durchschnittliche Preise von etwa 24 Cent. Minus 13 Prozent Umsatz verzeichnete die Royal FloraHolland deshalb in der Periode vom 19. Juni bis 15. Juli dieses Jahres verglichen mit 2016.

Mit minus 25 Prozent war der Preisrückgang der Versteigerung zufolge besonders drastisch bei Lilien, Päonien und Sonnenblumen. Lediglich um drei Prozent gegenüber der Vorjahresperiode sanken dagegen die Preise für Hortensien.

Das schlechte Schnittblumen-Ergebnis zumindest zum Teil auffangen konnten der Royal FloraHolland zufolge Zimmer- und Gartenpflanzen. So erzielten Zimmerpflanzen im aktuellen Erhebungszeitraum sieben Prozent mehr Umsatz als in der Vorjahresperiode – bei fünf Prozent mehr Menge und um ein Prozent höheren Durchschnittspreisen. Spitzenreiter in dieser Produktgruppe waren Kakteen und Sukkulenten – Menge plus 33 Prozent, Durchschnittspreise plus 20 Prozent.

Preise für Gartenpflanzen steigen um knapp 13 Prozent

Bei Gartenpflanzen blieben die Mengen gegenüber der Vorjahresperiode stabil, so die Royal FloraHolland. Die Durchschnittspreise zogen dagegen um knapp 13 Prozent an. Den größten Sprung in dieser Produktgruppe machten der Versteigerung zufolge mehrjährige Pflanzen – um 20 Prozent sind die Mengen gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen, die Durchschnittspreise sogar um 23 Prozent.

Weiter im Aufwind ist laut dem niederländischen Vermarkter der Direkthandel. Schnittblumen legten hier um 3,8 Prozentpunkte auf 34,5 Prozent zu, Gartenpflanzen um vier Prozentpunkte auf 67,3 Prozent und Zimmerpflanzen knacken mit einem Zuwachs um 2,3 Prozentpunkte beinahe die 80-Prozent-Marke (79,4 Prozent).

Exporte legen geringfügig zu

Die Exportwerte sind nach den Erhebungen von Floridata diesen Juni geringfügig um 0,4 Prozent gestiegen – während Topfpflanzen-Exporte um 2,5 Prozent gestiegen sind, gingen die Ausfuhren von Schnittblumen um ein Prozent zurück. Am meisten enttäuschten die Exporte nach Frankreich (minus neun Prozent) und Großbritannien (minus elf Prozent). Starken Zuwachs verzeichnen dagegen die Exporte nach Osteuropa.