Wirtschaft & Politik

Kartell: Hohe Geldstrafe für Möbelhersteller

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Die Gartenmöbelhersteller Kettler GmbH und Zebra Nord GmbH sind Teil eines Kartells, das Preisabsprachen im Vertrieb getroffen hat. Insgesamt wurden fünf Unternehmen und vier Manager zu einer Strafe über 4,4 Millionen Euro verpflichtet, wie das Bundeskartellamt meldet.

Fünf Möbelhersteller haben Grundvereinbarungen mit ihren Handelspartnern getroffen, die die Einhaltung von Mindestverkaufspreisen und Rabattkorridoren gegenüber Endverbrauchern festlegten.

Möbel-Kartell: Handelspartner sollten Mindestverkaufspreise einhalten

Wie die Ermittlungen ergaben, hatten die Verantwortlichen der betreffenden Firmen, zu denen auch auch die Rolf Benz AG, die aeris GmbH und die hülsta-werke gehören, Grundvereinbarungen mit ihren Handelspartnern getroffen, die die Einhaltung von Mindestverkaufspreisen und Rabattkorridoren gegenüber Endverbrauchern festlegten und in verschiedenen Maßnahmen umgesetzt. Zudem etablierten die Kartellpartner ein System, um die Preissetzung zu überwachen. Außerdem wurden Liefersperren für Handelsunternehmen ausgesprochen, die sich nicht an die Absprachen gehalten hatten.

Bedingt durch die unterschiedliche Schwere der Tat und die stark voneinander abweichende Unternehmensgröße unterscheiden sich die Einzelgeldbußen erheblich. Bei einigen Unternehmen hat sich ferner die aufgrund laufender Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen eingeschränkte finanzielle Leistungsfähigkeit in erheblichem Maße bußgeldmindernd ausgewirkt.