Wirtschaft & Politik

Kenia bald mit eigener Pflanzen-Versteigerung?

, erstellt von

Medienberichten zufolge hat die Primarosa Flower Limited den Kenya Flower Council ersucht, eine eigene Versteigerung für Schnittblumen ins Leben zu rufen. So soll der heimische Produktionszweig attraktiver werden.

Die Schnittblumenproduktion boomt in Kenia, was nicht nur die Messe IFEX beweist. Foto: Kenyan Flower Council

Kenias Schnittblumen-Produktion wächst

Bobby Kamani, Managing Director der Primarosa Flower Limited, sieht in Kenia eine starke Infrastruktur, ein günstiges Klima sowie sehr motivierte und produktive Arbeitskräfte, welche die Grundlage für eine wirtschaftlich starke Schnittblumenproduktion darstellen.

„Auch wenn unsere Herstellung im Inland überproportional gewachsen ist, müssen wir uns immer noch auf den Verkauf der Schnittblumen über das niederländische Aalsmeer behelfen. Es ist höchste Zeit, dass wir in Kenia eine eigene Versteigerung ins Leben rufen“, so Kamani gegenüber der Zeitschrift Capital FM.

50 Prozent der kenianischen Schnittblumen über niederländische Versteigerungen verkauft

Immerhin würden 50 Prozent aller exportierten Schnittblumen über niederländische Versteigerungen verkauft. Aber auch die Zahl der Direktverkäufe steige an. Als Vergleich führt Kamani die Tee- und Kaffeeindustrie an, die seit 1956 ihre eigene Versteigerung unterhält.

„Es würde einfach Sinn ergeben, eine Auktion an den stärksten Produktionsstandorten, entweder Naivasha oder Nairobi, einzurichten“, so der Schnittblumen-Experte.