Wirtschaft & Politik

Konjunkturpaket: Investitionen sollen belohnt werden

Durch die Anfang Dezember beschlossenen Steuerentlastungen des Konjunkturpakets will die Bundesregierung auch für Unternehmer Anreize schaffen, weiter in ihren Betrieb zu investieren. So hat der Bundesrat den Steuerentlastungen zugestimmt, die unter anderem vorsehen, dass kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit erhalten, neben der Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter, Sonderabschreibungen vorzunehmen. Wie das Bundesfinanzministeriums informiert, sei das Ziel die Liquidität und Eigenkapitalbildung der Betriebe zu unterstützen und den Herstellern der so genannten "beweglichen Wirtschaftsgüter" Aufträge zu verschaffen. Beide Vergünstigungen können ab dem 1. Januar 2009 bis Ende 2010 in Anspruch genommen werden.

Degressive Abschreibung: Mit der Abschreibung werden dem jährlichen Wertverlust der gekauften Wirtschaftsgüter rechnerisch und nach zuvor festgelegten Sätzen Kosten zugeteilt. Bei der linearen Abschreibung ist der Betrag jedes Jahr identisch, bei der degressiven hingegen sind die Beiträge im ersten Jahr am höchsten, maximal jedoch 25 Prozent, und verringern sich schrittweise mit jedem Folgejahr des Abschreibungszeitraumes. Vorteil für die Unternehmen ist hier, dass die jährlichen Abschreibungsbeiträge das Betriebsergebnis verringern, auf das dann Steuern gezahlt werden muss. Demnach könnten sich Investitionen ab dem 1. Januar 2009 lohnen, da vor allem im ersten Jahr der Anschaffung das Betriebsergebnis mit deutlich weniger Steuern belastet wird.

Sonderabschreibungen: Kleinere und mittlere Unternehmen haben jetzt neben der degressiven Abschreibung auch die Möglichkeit, Sonderabschreibungen zu nutzen. Dafür sind Betriebsvermögens- und Gewinngrenzen relevant, informiert das Bundesfinanzministerium auf seiner Internetseite, die je nach Betrieb auf 335.000 Euro, 175.000 Euro beziehungsweise 200.000 Euro erhöht wurden. Somit lassen sich bewegliche Wirtschaftsgüter wie zum Beispiel Maschinen in den ersten Jahren mit höherem Wert von der Steuer absetzen. Insgesamt können die Unternehmer zusätzlich zu den bis zu 20 Prozent der degressiven Abschreibung 25 Prozent Sonderabschreibung als Betriebsausgabe ansetzen. Ein Unternehmer kann demnach im ersten Jahr der Anschaffung bis zu 45 Prozent als Betriebsausgabe gewinnmindernd geltend machen. In den folgenden vier Jahren müssen dann nur noch 55 Prozent abgeschrieben werden. Da der Unternehmer selbst entscheidet, in welchem Jahr er wie viel Prozent der Sonderabschreibung beanspruchen möchte, kann er die Höhe seines Unternehmensgewinns selbst steuern.