Wirtschaft & Politik

Konsumklima: Brexit stoppt Aufwärtstrend

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Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juli leicht abgeschwächt, was die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Juli 2016 belegen. Auch als Folge der Brexit-Entscheidung in Großbritannien prognostiziert der Konsumklima-Gesamtindikator für August 10,0 Punkte nach 10,1 Zählern im Juli.

Der Konsumklimaindex verzeichnet für August einen leichten Rückgang aufgrund des Brexits. Foto: Minerva Studio Fotolia

Konjunktur- und Einkommenserwartungen büßen ein

Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen müssen Einbußen hinnehmen, während die Anschaffungsneigung sogar noch einmal leicht zulegt. Nach drei Anstiegen in Folge müssen die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher einen ersten Rückschlag hinnehmen. Der Indikator verliert im Juli 8,6 Punkte und liegt nun bei 9,4 Zählern. Damit hat sich der positive Trend der letzten Monate spürbar abgeschwächt.

Konsumlust der Deutschen ungebrochen

Die Konsumlust der Bundesbürger bleibt indes ungebrochen. Der Indikator Anschaffungsneigung kann sogar noch einen Punkt hinzugewinnen und klettert auf 55,4 Zähler. Damit liegt er exakt auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. 95 Prozent der Beschäftigten machen sich derzeit keine Sorgen um ihren Job. Lediglich drei Prozent sehen ihren Arbeitsplatz tendenziell gefährdet. Dies stützt die von GfK schon mehrfach geäußerte These: Die Konsumneigung – gerade für größere Anschaffungen – hängt in erheblichem Maße davon ab, ob die Arbeitnehmer um ihren Job bangen.

Konsumklima: Jobsicherheit schafft Planungssicherheit

Jobsicherheit schafft Planungssicherheit, und dies ist gerade für größere Anschaffungen, die den Konsumenten möglicherweise durch einen Kredit auch längerfristig finanziell binden, ein entscheidender Aspekt. GfK bestätigt seine Prognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa zwei Prozent steigen werden. Dafür sprechen die anhaltend gute Arbeitsmarktlage sowie die ansehnlichen Einkommenszuwächse bei sehr niedriger Inflation. Allerdings könnte durch die aktuell gestiegene Terrorgefahr in Deutschland die Verunsicherung weiter zunehmen. Dies könnte dann auch die Konsumstimmung nachhaltig beeinträchtigen.