Wirtschaft & Politik

Landgard eröffnet neues Logistikzentrum für Obst & Gemüse

, erstellt von

Landgard hat heute ihr neues Logistikzentrum im sächsischen Striegistal in Betrieb genommen. Die Erzeugergenossenschaft will von hier aus jedes Jahr rund 120.000 Tonnen frisches Obst und Gemüse aus regionaler, nationaler und internationaler Produktion umschlagen – und bereitet sich auf künftiges Wachstum vor.

Allein rund 10.000 Quadratmeter umfasst die Logistikhalle des neuen Landgard Standorts im sächsischen Striegistal. Foto: Landgard

Über rund 80.000 Quadratmeter Fläche verfügt das neue Frischelogistikzentrum im Gewerbegebiet Berbersdorf und bietet neben einer hochmodernen Logistikplattform „auch ein Multi-Zentrum für Packdienstleistungen nach dem neuesten Stand der Technik“, wie Jens Pawlik, Geschäftsführer der neu gegründeten Landgard Ost Obst & Gemüse GmbH, bei der Eröffnung am heutigen Mittwoch erklärte.

Modernes Multi-Pack-Zentrum von Landgard in neue Logistikhalle integriert

Das nach Angaben der Erzeugergenossenschaft hochmoderne Multi-Pack-Zentrum umfasst 1.000 Quadratmeter und ist direkt in die zehnmal so große Logistikhalle des ersten Bauabschnitts integriert. Eingehende Waren aus den Landgard Mitgliedsbetrieben lassen sich so „auf kürzestem Weg individuell nach Kundenwunsch in alle gängigen Verpackungsformen“ abpacken.

Von dem in weniger als neun Monaten Bauzeit errichteten Standort in Striegistal aus – der die Leistungen der bisherigen Landgard Niederlassungen in Chemnitz und Dresden in der neuen Landgard Ost Obst & Gemüse GmbH zusammenfasst – will die Erzeugergenossenschaft Kunden aus dem Einzel-, Groß- und Lebensmittelhandel sowie Discounter mit frischem Obst und Gemüse „aus ersthändiger Produktion“ versorgen.

Kunden und Mitgliedsbetriebe von Landgard sollen von neuen Lager- und Logistikkapazitäten profitieren

„Insbesondere unsere Kunden und unsere Mitgliedsbetriebe werden von unseren neuen Lager- und Logistikkapazitäten profitieren, die es uns ermöglichen, einerseits international Waren – von Osteuropa, Griechenland über Spanien bis Asien – und andererseits Produkte gerade aus der Region Ost punktgenau aus eigener Produktion mit absolutem Frischefokus zu liefern“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG.

Das Team im neuen Logistikzentrum in Striegistal setzt sich laut Landgard aus 125 erfahrenen Ansprechpartnern der bisherigen Ost-Standorte Chemnitz und Dresden sowie Mitarbeitern der neugegründeten Landgard Ost Obst & Gemüse GmbH zusammen. Rund 20 weitere Stellen will das Unternehmen bis zum Jahresende mit Arbeitskräften aus der Region besetzen.

Umwelt- und ressourcenschonende Technik im neuen Landgard Logistikzentrum

Großen Wert hat die Erzeugergenossenschaft nach eigenen Angaben auf eine ressourcen- und umweltschonende Ausstattung seines neuen Logistikzentrums gelegt. So findet sich in dem Gebäude neben stromsparender LED-Beleuchtung eine NH3-Kälteanlage mit natürlichem Kältemittel und Sole als Trägermedium, das laut Landgard für hohe Energieeffizienz und geringe Emissionsbelastung sorgt.

Für die kommenden Jahre erwägt Landgard außerdem, den Energiebedarf des verkehrsgünstig in unmittelbarer Nähe zur A4 und den Verkehrsachsen A14, A13 und A72 gelegenen Logistikzentrums zu 100 Prozent aus Solarstrom zu decken. Die Voraussetzungen für die Installation einer entsprechenden Photovoltaikanlage liegen der Erzeugergenossenschaft zufolge bereits vor.

Rehberg: neues Logistikzentrum von Landgard wichtiger strategischer Schritt in die Zukunft

Laut Rehberg bedeutet die Errichtung des neuen Standorts einen wichtigen strategischen Schritt in die Zukunft. „Zugleich bildet die heutige Eröffnung für unsere Erzeugergenossenschaft den Auftakt zu einer umfassenden Überarbeitung unserer Logistikstrukturen. Dazu werden wir bereits in 2018 die Strukturen in Norddeutschland optimieren und uns auch hier neu aufstellen“, stellt der Vorstandsvorsitzende in Aussicht.