Wirtschaft & Politik

Markt für Blumen & Zierpflanzen schwächelt

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Blumen und Zierpflanzen im Wert von rund 8,5 Milliarden Euro haben die Verbraucher im vergangenen Jahr in Deutschland gekauft. Damit ist das Marktvolumen im Vergleich zu 2014 um rund ein Prozent gesunken, wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) schätzt. Während der Umsatz bei Schnittblumen stabil geblieben ist, zeigten vor allem die klassischen Topfsortimente Schwäche.

Die Umsätze gingen 2015 vor allem bei blühenden Topfpflanzen sowie im Beet- und Balkonbereich zurück. Foto: Marco Scisetti/Fotolia

Blühende Zimmerpflanzen können Marktvolumen nicht halten

So mussten blühende Zimmerpflanzen nach Angaben der AMI 2015 ein Minus von rund drei Prozent hinnehmen. Durchschnittlich 13,40 Euro und damit 50 Cent weniger als noch im Vorjahr gaben die Verbraucher demnach 2015 für blühende Zimmerpflanzen aus. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben im vergangenen Jahr auf knapp 1,1 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen).

Spitzenreiter in diesem Segment sind nach wie vor Topf-Orchideen mit einem Anteil von 36 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei behaupten sich unverändert Poinsettien und Alpenveilchen. Rang vier eroberten Kalanchoe, die damit Topf-Rosen auf Platz fünf verdrängten. Auf den weiteren Plätzen folgen Hortensien, Amaryllis, Azaleen, Narzissen und Hyazinthen. Nicht mehr in die Top 10 geschafft haben es im vergangenen Jahr Anthurien.

Beet- und Balkonpflanzen machen knapp drei Prozent Minus

Um knapp drei Prozent sind im vergangenen Jahr ebenso die Umsätze bei Beet- und Balkonpflanzen zurückgegangen. Knapp 22 Euro gaben die deutschen Verbraucher 2015 durchschnittlich pro Kopf aus, was einem Gesamtumsatz von knapp 1,8 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen) im Beet- und Balkonbereich entspricht.

Die Top 10 in diesem Segment führt Sommerheide an, die ihren Marktanteil laut AMI um rund zwei Prozent auf insgesamt 13 Prozent steigern konnte. Dem neuen Spitzenreiter musste sich die Geranie geschlagen geben – trotz ihres konstanten Marktanteils von zwölf Prozent. Auf Platz drei konnten sich Stiefmütterchen inklusive Hornveilchen behaupten gefolgt von Petunien, Chrysanthemen, Strauchmargeriten, Beetbegonien, Frühlingsprimeln, Fuchsien und Husarenknöpfchen.

Neue Blütenfarben und Sonderformen zu höheren Preisen hatten die Strauchmargeriten im vergangenen Jahr dabei um ganze zwei Plätze nach oben katapultiert, wie die AMI ausführt. Outdoor-Rosen haben den Einzug in die Top 10 der Beet- und Balkonpflanzen dagegen nicht verpasst – sie werden aufgrund einer systematischen Änderung vielmehr den Gehölzen zugeordnet.

Schnittblumen mit konstantem Umsatz

Schnittblumen konnten ihren Umsatz mit knapp drei Milliarden (zu Einzelhandelspreisen) im vergangenen Jahr stabil halten. Knapp 37 Euro gaben die Deutschen laut AMI 2015 pro Kopf für Blumensträuße, Gestecke & Co. aus. Für die Platzierungen in den Top 10 der Schnittblumen sind allerdings nur Monosträuße relevant, also Gebinde mit Pflanzen lediglich einer Art.

Ihren Spitzenplatz unangefochten behaupten konnten hier Rosen mit einen Anteil von mittlerweile 45 Prozent. Mit jeweils knapp elf Prozent deutlich geschlagen geben mussten sich Chrysanthemen und Tulpen auf den Plätzen zwei und drei. Ihre Anteile von jeweils rund vier Prozent gehalten haben Gerbera und Sonnenblumen auf den Plätzen vier und fünf, gefolgt von Lilien, Amaryllis, Schnitt-Orchideen, Pfingstrosen und Freesien.

Die einzelnen Top 10-Grafiken sowie weitere Zahlen und Fakten rund um den Zierpflanzenbau finden Sie auf der Webseite des Zentralverbands Gartenbau (ZVG).