Wirtschaft & Politik

Mecklenburg-Vorpommern führt „Bienenkasse“ ein

Seit dem Jahreswechsel sind die Halter von Bienen und Hummeln, die ihre Tiere in Mecklenburg-Vorpommern halten, zur Meldung und Beitragszahlung gegenüber der Tierseuchenkasse des Bundeslandes verpflichtet. Die Gesamtbeitragshöhe für die „Bienenkasse“ richtet sich nach der Anzahl der gehaltenen Völker. Pro Volk beträgt die Pauschale 1,50 Euro im Jahr.

Imker in Mecklenburg Vorpommern müssen sich seit Jahreswechsel bei der Tierseuchenkasse melden und einen Beitrag für die Bienenkasse entrichten. Foto: Fotolia balberts

Medienberichten zufolge zählte Mecklenburg Vorpommern 2014 erstmals knapp über 1500 Imker, die mehr als 16.000 Bienenvölker betreuten. Die Honigernte fiel für das Jahr mit rund 34 Kilogramm mittelmäßig aus, da Schädlinge in erhöhtem Maß auftraten. Das Ministerium hat alle registrierten Bienen- und Hummelhalter bereits benachrichtigt. Diese müssen ihre Daten in einen Erfassungsbogen eintragen.

Beträge aus „Bienenkasse“ zur Entschädigung

 

Mit den Beträgen aus der „Bienenkasse“ werden Entschädigungszahlungen finanziert. Sollte also ein Volk oder mehrere Völker aufgrund einer Seuche auf behördliche Anordnung getötet werden müssen, bekommt der Halter vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz einen finanziellen Ausgleich zugewiesen. Bienen- und Hummelhalter, die nicht ins Register eingetragen sind, bekommen im Schadensfall keine Entschädigung.

Beiträge zur „Bienenkasse“ sollen Seuchenvorbeugung helfen

Außerdem unterstützen die Beiträge Maßnahmen, die Bienenseuchen vorbeugen und die Bienengesundheit verbessern sollen. Außerdem will das Ministerium einen Bienengesundheitsdienst einrichten, der mit der Tierseuchenkasse in Verbindung steht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Tierseuchenkasse Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem erteilt die Tierseuchenkasse telefonisch Auskünfte zur Erhebung der Beiträge unter 0395-38019992.