Wirtschaft & Politik

Mindestlohn: Gut gedacht – schlecht gemacht?

Der Zentralverband Gartenbau stellt seinen Mitgliedern ein 18-seitiges Merkblatt zur Verfügung. Schließlich hadert die Branche mit gesetzlichen Vorgaben wie der Aufzeichnungspflicht. Wie sich Betriebe auf anstehende Kontrollen grundsätzlich vorbereiten können und welche Voraussetzungen für eine optimale Vorbereitung fehlen, verrät TASPO-Autor Helmuth G. Schwarz.

Aus Sicht vieler Unternehmer in Landwirtschaft und Gartenbau nicht ganz so einfach, wie das BMAS hier darstellt. Foto: Screenshot

Die gesetzeskonforme Umsetzung des Mindestlohns stößt auf einige Fragen, die möglichst kurzfristig und verbindlich beantwortet werden sollten. Kein einfaches Unterfangen, denn Gartenbau und Landwirtschaft bieten eine differenzierte Bandbreite. Bei der Beantwortung müssen die betroffenen Betriebe also mit anpacken.

Arbeitsabläufe an das Mindestlohngesetz anpassen

Die Arbeitsabläufe in Unternehmen müssen künftig verändert und die Mitarbeiterstruktur und –ausstattung im Hinblick auf die Umsetzung des Mindestlohngesetzes (MiLog) neu überdacht werden. Exakte Dokumentation von Pausen und die Einhaltung der gesetzlich festgelegten maximalen Arbeitszeiten beugen Beanstandungen bei Kontrollen durch den Zoll vor. Arbeitszeitkonten sind im Rahmen der tarifvertraglichen Regelungen erlaubt und wer den gesetzlich festgelegten Lohn pro Stunde nicht unterschreitet, muss keine Konsequenzen durch den Zoll befürchten.

Mitte des Jahres sind stichprobenartige, aber umfangende Kontrollen seitens der Zollbehörde zu erwarten. Bis dahin sollte die Umsetzung dieser Kontrollen geklärt sein. Im ganzen Artikel unseres Autors, zu finden in TASPO 09/2015, lesen sie außerdem, wie Unterkunft und Verpflegung für Arbeitnehmer nach dem MiLog geregelt sein sollten. (hgs)