Wirtschaft & Politik

Monsanto: 55 Milliarden Euro nicht genug

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Nun werden die Kritiker, die Bayer vorwerfen, sich bei der Übernahme von Monsanto finanziell das Kreuz zu verheben, noch lauter zu hören sein. Denn der amerikanische Agrochemie-Konzern hat das Angebot des Leverkusener Traditionsunternehmens abgelehnt. Wie das Handelsblatt berichtet, sei die Offerte von 55 Milliarden Euro aus Sicht der Monsanto-Geschäftsführung „finanziell inadäquat“.

Monsanto hat das Übernahmeangebot von Bayer abgelehnt. Foto: Bayer

Monsanto könnte bis zu 140 Dollar pro Aktie von Bayer verlangen

Finanzexperten gehen davon aus, dass Bayer nicht 122 Dollar pro Aktie sondern eher 135 bis 140 Euro pro Wertpapier zahlen muss, damit Monsanto in den Deal einwilligt. Trotz der Ablehnung des Angebots habe die Monsanto-Führungsriege Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Bayer: Aktienkurs unbeständig

Wie bereits mehrere Tageszeitungen berichteten, beäugen die Bayer-Aktionäre den Vorgang kritisch. Viele trauen dem Leverkusener Chemiekonzern nicht zu, diesen finanziellen Kraftakt zu stemmen. Der Aktienkurs ist dementsprechend unbeständig, während die Wertpapiere noch am 19. Mai mit rund 91 Euro gehandelt wurden, sind sie heute rund 86 Euro wert. Monsanto dagegen steht nicht unter Zugzwang. Die Aktie legte in der vergangenen Woche um rund 7,43 Prozent im Wert zu.