Wirtschaft & Politik

Monsanto-Übernahme vor dem Abschluss?

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Beinahe zwei Jahre liegt der „Monster-Kauf“ durch Bayer nun zurück. Im September 2016 hatte der deutsche Chemieriese den amerikanischen Agro-Chemie-Giganten Monsanto für 66 Milliarden Euro erstanden. Nun soll die Übernahme in Kürze abgeschlossen sein und Bayer zu einem führenden Unternehmen in der Landwirtschaft aufsteigen. 

Bayer muss noch letzte regulatorische Hürden überspringen, um den Monsanto Deal endgültig abschließen zu können. Foto: Bayer

Bayer kauft Monsanto: Transaktion bald abgeschlossen

„Nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit haben wir fast alle entscheidenden Freigaben erhalten. Wir gehen davon aus, die Transaktion in Kürze abschließen zu können“, sagte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Freitag auf der Hauptversammlung in Bonn.

Um die regulatorischen Vorgaben einzuhalten, musste sich Bayer 2017 von Teilen der Crop-Science Sparte (2,2 Milliarden Euro Umsatz) trennen und diese für 7,6 Milliarden Euro an BASF verkaufen. „Diese Veräußerungen waren für die behördlichen Freigaben notwendig“, erläuterte Baumann. „Auf der anderen Seite übernehmen wir neue, sehr attraktive Geschäfte, mit denen wir zu einem führenden Unternehmen der Landwirtschaft aufsteigen.

„Herausragendes Portfolio“ für Landwirte

Bayer wolle den Landwirten ein „herausragendes Portfolio“ anbieten, das Saatgut, Pflanzeneigenschaften, chemischen und biologischen Pflanzenschutz abdeckt. Ungeachtet der ausstehenden finalen Übernahme konnte der Konzern aus Leverkusen 2017 den Umsatz auf Ergebnis des Vorjahres bei rund 35 Milliarden Euro halten. Baumann bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz, den sie im vergangenen Jahr für das Unternehmen gebracht haben: „Ihr Engagement, ihre Kompetenz und ihr Herzblut sind das, was Bayer ausmacht.“