Wirtschaft & Politik

Neues Aufstiegs-BAföG: „stärkere Förderung seit langem notwendig“

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Berufliche Weiterbildung soll ab diesem Sommer stärker finanziell gefördert werden. Das sieht die vom Bundestag am 14. Februar beschlossene Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) vor. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) sieht darin ein Mittel, dem zunehmenden Fachkräftemangel in den kommenden zehn Jahren besser begegnen zu können.

Das neue Aufstiegs-BAföG unterstützt Arbeitnehmer jeden Alters finanziell bei der beruflichen Aufstiegsfortbildung. Foto: Pixabay

Bundesbildungsministerium investiert 350 Millionen Euro zusätzlich

350 Millionen Euro zusätzlich will das Bundesministerium für Bildung und Forschung in dieser Wahlperiode investieren, um „die Erfolgsgeschichte des Aufstiegs-BAföG“ fortzuschreiben, wie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek am vergangenen Freitag zur Novellierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes erklärte. Denn: „Berufliche Weiterbildung hat bei uns in Deutschland Priorität. Ein Spitzenland braucht Spitzenpersonal“, so Karliczek.

Um Herausforderungen wie Digitalisierung, Globalisierung und einen stärker werdenden Wettbewerb zu meistern, seien Meister, Techniker, Betriebswirte und Erzieher vonnöten. „Wer dahin aufsteigen will, dem müssen wir den Weg ebnen“, betonte die Bundesbildungsministerin.

Konkret sieht das neue Aufstiegs-BAföG höhere Zuschussanteile, höhere Freibeträge und höhere Darlehenserlasse für die Geförderten vor. Unter anderem wird die stufenweise Förderung bis auf „Master-Niveau“ eingeführt, die Unterhaltsförderung für Vollzeitgeförderte wird zu einem Vollzuschuss ausgebaut und der einkommensunabhängige Zuschlag zur Kinderbetreuung für Alleinerziehende steigt von 130 Euro auf 150 Euro.

GaLaBau-Bundesverband begrüßt neues Aufstiegs-BAföG

Darüber hinaus wird der Zuschussanteil zum Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von 40 Prozent auf 50 Prozent erhöht, ebenso steigt der sogenannte Belohnungserlass von 40 auf 50 Prozent. Ferner werden die sozialen Stundungs- und Sozialerlassmöglichkeiten für Geringverdiener erweitert, und bei Existenzgründung soll ein vollständiger Erlass der Darlehensschuld erfolgen.

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zeigte sich erfreut, „dass der Bundestag den Ausbau der Aufstiegsförderung mit der Novellierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes endlich auf den Weg gebracht hat“, wie BGL-Präsident Lutze von Wurmb erklärte. Denn mit der Reform des Gesetzes, die am 1. August dieses Jahres in Kraft tritt, werde die finanzielle Unterstützung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer deutlich verbessert.

„Starkes Signal für die Attraktivität beruflicher Aufstiegsfortbildungen“

„Diese stärkere finanzielle Förderung war schon seit langem notwendig, umso mehr freuen wir uns jetzt, dass die Fortbildungsförderung zukünftig über drei Fortbildungsstufen möglich sein wird. Durch diese Neuregelung können sich Fachkräfte entsprechend der Veränderungen in der Arbeitswelt deutlich besser qualifizieren. Damit wird ein starkes Signal für die Attraktivität beruflicher Aufstiegsfortbildungen an die angehenden Meister und Meisterinnen, Techniker und Technikerinnen, Fachwirte und Fachwirtinnen gesendet“, so von Wurmb.

Dies gelte insbesondere auch für den Garten- und Landschaftsbau. Zudem helfe diese wichtige politische Entscheidung der Branche, „dem zunehmenden Fachkräftemangel in den nächsten zehn Jahren besser begegnen zu können.“

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