Wirtschaft & Politik

Neugestaltung der Hofabgabeverpflichtung

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Zum Jahresbeginn hat sich die Hofabgabeverpflichtung geändert. Nun hat das Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft die neuen Eckpunkte nochmals zusammengefasst.

Eine der Änderungen in der Hofabgabeverpflichtung besagt, dass bei der Hofübergabe an den Ehepartner der Rentenanspruch erhalten bleibt. Foto: Gajus Fotolia

Die Änderungen in der Hofabgabeverpflichtung im Überblick

  • Bei der Hofübergabe an den Ehepartner bleibt der Rentenanspruch erhalten, wenn der übernehmende (zumeist jüngere) Ehepartner die Regelaltersgrenze erreicht, den Hof aber noch nicht abgegeben hat.
  • Der rentenunschädliche Rückbehalt landwirtschaftlich genutzter Flächen wurde auf maximal 99 Prozent der Mindestgröße erhöht. Zurückbehaltene Flächen schließen einen Rentenanspruch nunmehr erst dann aus, wenn sie die Mindestgröße überschreiten.
  • Durch Änderungen im Krankenversicherungsrecht wurde flankierend sichergestellt, dass es in der gesetzlichen Krankenversicherung bei einer Versicherungspflicht als Rentner verbleibt, solange der rentenunschädliche Rückbehalt nicht überschritten wird.
  • Mit der wirkungsgleichen Übernahme einer Regelung aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird auch in der Alterssicherung der Landwirte eine spätere Inanspruchnahme der Altersrente honoriert. Derjenige, der seine Rente später beantragt, erhält für jeden Monat, für den er keine Rente in Anspruch nimmt, einen Zuschlag in Höhe von 0,5 Prozent.
  • Die Vorschriften zur Hofabgabe wurden so geändert, dass die Abgabevoraussetzung auch durch die Einbringung eines landwirtschaftlichen Unternehmens in eine Gesellschaft erfüllt werden kann.
  • Die Regelung der Ermächtigung zur Landveräußerung oder Landverpachtung wurde aufgehoben und damit ein Beitrag zum Bürokratieabbau geleistet.