Wirtschaft & Politik

NL: Schäden im Gewächshaus-Gartenbau auf 2 Milliarden Euro geschätzt

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Als einer der größten Exporteure für Gartenbauprodukte wird die Niederlande von der Corona-Krise besonders getroffen. Allein im Unterglasgartenbau belaufe sich der Schaden aktuellen Schätzungen zur Folge auf rund zwei Milliarden Euro.

Der Schaden durch die Corona-Krise im Unterglasgartenbau wird in den Niederlanden auf rund zwei milliarden Euro geschätzt. Foto: Marin / Pixabay

Unterglasgartenbau besonders hart betroffen

Aktuell führe LTO eine Bestandsaufnahme der durch die Corona-Krise entstandenen Schäden durch. Demnach konnte festgestellt werden, dass ein ernsthafter Nachfragerückgang besonders im Unterglasgartenbau, Zierpflanzenanbau und der Baumzucht zu verzeichnen sei. Allein für den Unterglasgartenbau schätze LTO Nederland den durch das Coronavirus verursachten Schaden auf etwa zwei Milliarden Euro. Als Interessenvertretung der niederländischen Landwirte und Gärtner hat LTO Nederland gemeinsam mit den angeschlossenen Berufsverbänden das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität aufgefordert, vier Sofortmaßnahmen einzuleiten, um Gartenbau und Landwirtschaft zu unterstützen.

Vier Sofortmaßnahmen vorgeschlagen

Als eine der Maßnahmen schlägt LTO Nederland die Beschleunigung der Ausweitung und Öffnung des landwirtschaftlichen Garantiesystems vor. Landwirtschaftliche Unternehmer können bei Banken einen Bürgschaftskredit beantragen, für den die Regierung bürgt. Die Expansion sei für die Liquidität der landwirtschaftlichen Unternehmer von entscheidender Bedeutung. Zudem müsse unverzüglich ein Notfallfonds für Landwirtschaft und Gartenbau eingerichtet werden, um Unterstützungsmaßnahmen für Landwirte und Gartenbauer zu ermöglichen, die aufgrund der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Der Fonds muss in erster Linie darauf ausgerichtet sein, den Unternehmen Zukunftsperspektiven zu bieten.

Erhalt von Arbeitsplätzen und Einrichtung einer Taskforce

Gemeinsam mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen setzte man sich zudem verstärkt für Maßnahmen zur Erhaltung von Arbeitsplätzen, Einkommen und Unternehmertum ein. Dazu gehören eine Lockerung der Arbeitszeitverkürzung, aber auch ein Corona-Notfallfonds für Flexarbeiter und für die Liquidität der Unternehmen zur Lohnfortzahlung. Für einige Unternehmer sei die Verfügbarkeit ausreichender Arbeitskräfte während dieser Krise ein großes Anliegen, insbesondere angesichts der geschäftigen Zeit im Frühjahr. Die LTO und die ihr angeschlossenen Organisationen haben daher als vierte Maßnahme eine Taskforce Arbeit eingerichtet, um Probleme im Zusammenhang mit dem Personalbedarf zu beseitigen. Ihre vorgeschlagenen Maßnahmen wolle die Organisation noch in dieser Woche mit Carola Schouten, Ministerin für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität diskutieren.

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie bei uns unter dem Newstag „Coronavirus“.  

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