Wirtschaft & Politik

Noch heißere Sommer prognostiziert

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Der Deutsche Wetterdienst habe laut Meldung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) für die Zukunft noch heißere Sommer vorhergesagt. Im Zuge dieser Prognose hat der DRV Maßnahmen getroffen, dem entgegenzuwirken.

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert in seiner aktuellen Vorhersage weiterhin heiße Sommer. Foto: Myriam Zilles / Pixabay

Vergangene Sommer haben Branche vor Herausforderungen gestellt

Die vergangenen beiden Sommer haben mit Rekordtemperaturen und langanhaltender Dürre für enorme Herausforderungen für die Gartenbau- und Agrarbranche gesorgt. Flirrende Hitze hatte geringere Erträge zur Folge und ein Ende dessen sei laut aktueller Klimavorhersage des Deutschen Wetterdienstes auch nicht abzusehen, eher im Gegenteil. „Diese Prognose sollte die gesamte Agrarbranche anspornen. Wir müssen den Klimawandel soweit wie möglich begrenzen, uns aber auch auf ansteigende Temperaturen einstellen. Genossenschaften arbeiten bereits heute daran, Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette bereitzustellen", betont Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer des DRV.

Emissionen der Branche bis 2030 um 11 Millionen Tonnen reduzieren

Der DRV hat vor diesem Hintergrund in einer Meldung mitgeteilt, dass Maßnahmen von Verbandsseite aus definiert worden sind, mit denen ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden könne. Die Unternehmen wollen zum einen ihren eigenen CO2-Ausstoß reduzieren zum anderen aber auch als Dienstleister die Emissionen in der Landwirtschaft verringern. So lassen sich unter anderem durch eine weitere Optimierung der Fütterung, den verstärkten Einsatz von Energien aus erneuerbaren Quellen sowie durch die Nutzung modernster Technik, nach Ansicht des Verbandes die CO2-Emissionen in der Branche schrittweise bis zum Jahr 2030 um bis zu 11 Millionen Tonnen reduzieren.

Moderne Züchtungsmethoden dringend überdenken

Da sich auf dauerhaft trockenere Sommer eingestellt werden muss, sei es zudem notwendig, Sorten züchterisch auf ihre Trockenstresstoleranz hin zu bearbeiten. Um hier Erfolge erzielen zu können, muss laut DRV auch der Umgang mit modernen Züchtungsmethoden überdacht werden. Nach Urteil des Europäischen Gerichtshofs, seien sämtliche Neuen Züchtungstechniken als Gentechnik zu bewerten. Das sei nach Ansicht des DRV fachlich nicht gerechtfertigt und habe massive Auswirkungen auf den Züchtungsfortschritt. Daher sehe sich die Branche einem wirksamen Mittel beraubt, um sich auf den Klimawandel vorzubereiten und auch weiterhin ausreichende Mengen an Nahrungs- und Futtermitteln dem Markt zur Verfügung stellen zu können. Der DRV fordert die Bundesregierung vor diesem Hintergrund erneut auf, sich für ein modernes europäisches Gentechnikrecht einzusetzen.

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